<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475</id><updated>2012-02-16T10:17:38.572+01:00</updated><title type='text'>Caspar in Brasilien</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>23</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-5669496414245552344</id><published>2008-05-08T06:11:00.003+02:00</published><updated>2008-05-08T06:34:57.237+02:00</updated><title type='text'>Nachts um 01:11 schnell noch was ins Blog schreiben</title><content type='html'>Als ich heute von der Arbeit zurück gekommen bin, hab ich einen alten Bekannten getroffen. Der war gerade auf Weg zum Tatort eines Mordes, der ein paar Stunden vorher verübt worden war - in der Strasse seiner Freundin, auf meinem alltäglichen Weg zur Arbeit. Ich wollte natürlich auch einen Blick auf das Geschehen werfen und ging mit (war ja auch kein grosser Umweg, da es auf dem Weg lag). Da der Mord schon etwas länger her war, gab es nicht viel zu sehen. Das beeindruckendste war eigentlich die Menschenmenge, die sich dort versammelt hatte um zu gucken, obwohl es eigentlich nicht viel zu sehen gab. Keine Leiche, keine Blutlache, ein paar weinende entfernte Verwandte oder Nachbarn. Vielleicht einfach nur sentimentale Schaulustige. Und die Jungs von der Spurensicherung, die im Haus des Opfers dessen Mutter befragten (eine Frau erzählte mir, dass sie den Mord miterlebt habe und den Täter kenne).&lt;br /&gt;Als ich mich - etwas enttäuscht - vom Tatort entfernte, ging mir durch den Kopf, wie kaltblütig ich mit der Situation umgegangen war. Hätte ich bestürzt sein müssen? Angst haben müssen? Immerhin war vor zwei Stunden circa 600m Luftlinie von mir jemand erschossen worden. Aber auf der anderen Seite geht das Leben auch weiter, ich kenne weder Täter noch Opfer. Ich habe lediglich eine Schlagzeile aus der Nähe gesehen. Ich weiss nicht, wie ich hätte reagieren sollen. Wahrscheinlich gibt es kein Patentrezept.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Mord war übrigens der zweite innerhalb eines Monats den ich knapp verpasst habe. Der andere war noch etwas knapper, und ist vier Strassen von meiner verübt worden. Ein Barbesitzer hatte sich mit irgendwem gestritten, es kam zu Handgreiflichkeiten und am nächsten Tag musste er um zwei Uhr nachmittags auf offener Strasse die Konsequenzen tragen: Zwei Kugeln in den Kopf.&lt;br /&gt;Ich kam ungefähr eine halbe Stunde nachdem die Sache passiert war an (war gerade auf dem Weg zum Theaterkurs). Die Stelle war voller Menschen; alle bestürzt, aufgeregt und ein Bisschen tratschsüchtig (mich eingeschlossen). Die Leiche war gerade abgeholt worden und in der Bordsteinrinne gab es noch eine überraschend grosse Blutlache zu sehen, zusammen mit anderem, nicht identifizierbarem Material - mein erster Gedanke war Gehirn, aber im Nachhinein halte ich Stoff für wahrscheinlicher. Es roch wie in einer Fleischerei. Für mich eine ziemlich banale, aber irgendwie erschreckende Vorstellung. In der Nähe der Blutlache standen die Augenzeugen, die den Zuspätgekommenen alles bericheten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt ist hier alles beim Alten. Ich habe nur noch sechs oder sieben Wochen hier in Petrolina und halte das für viel zu wenig. Habe zugegebenermassen schon viel zu lange nichts mehr geschrieben, aber wer weiss, vielleicht halte ich es ja jetzt bis zum Ende nochmal durch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-5669496414245552344?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/5669496414245552344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=5669496414245552344' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5669496414245552344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5669496414245552344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/05/nachts-um-0111-schnell-noch-was-ins.html' title='Nachts um 01:11 schnell noch was ins Blog schreiben'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-4175554331233036457</id><published>2008-03-18T16:42:00.003+01:00</published><updated>2008-03-20T13:54:29.704+01:00</updated><title type='text'>Haut die Bullen platt wie Stullen</title><content type='html'>Im Vergleich zu den meisten anderen Freiwilligen kann ich mich wohl wirklich glücklich schätzen was die Reichhaltigkeit meiner Brasilienerfahrung angeht. Zu all den grossartigen Sachen, die ich hier schon gesehen und erlebt habe ist am vergangenen Freitag eine weitere gekommen: Von der Polícia Federal (dem brasilianischen FBI) festgehalten zu werden und eine Geldstrafe auferlegt zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Spektakel begann eigentlich ganz harmlos:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;AKT I&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;16:36, Projekt Vida Nova, Bairro José e Maria, Petrolina&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Gaspar erschöpft auf einer Bank, um ihn herum laut durcheinander schreiende, spielende Kinder. Sein Mobiltelefon klingelt.&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sekretärin des Bischofs: Hallo Gaspar, alles klar? Du, die Polizei ist hier und möchte mit dir sprechen, könntest Du kurz rüber kommen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaspar: Hi Claudia! Im Moment ist es nicht so gut, ich arbeite gerade. Aber ich weiss schon Bescheid, Lukas hat mich informiert: Wir müssen nur unsere aktuelle Adresse angeben. Lass mich doch einfach kurz mit dem Polizisten sprechen, dann kläre ich das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Polizist: Boa tarde. Senhor Gaspar, wir haben hier eine kleine Irregularität in den Akten, die müssten wir einmal abgleichen. Könnten sie und ihr Kollege, Lukas, morgen früh zur Delegacia kommen und ihre Pässe mitbringen? Es sollte eigentlich ganz schnell gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaspar: &lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;(beiseite) &lt;/span&gt;Morgen früh? Mist, das ist genau nach der Show von Aviões do Forró! &lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;(zum Polizisten) &lt;/span&gt;Selbstverständlich, das ist gar kein Problem, Herr Polizist. Morgen früh sind wir da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Akt 2 &lt;/span&gt;erzähle ich jetzt in Prosa, das ist einfacher.&lt;br /&gt;Morgens gegen neun Uhr, nach ca. 4 Stunden Schlaf, wache ich auf. Ziehe mich an, erledige einige Sachen, treffe mich wie verabredet um elf Uhr mit Lukas am Boot, setze nach Juazeiro über und suche dort ein Mototaxi das mich zur Delegacia bringt. Ob sie dort warten und uns danach wieder mit zur Orla nehmen können, es ginge ganz schnell. Nur einmal den Pass zeigen und die neue Adresse angeben. Gar kein Problem, sagt der Mototaxista.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht in die Delegacia, weil ich mir kurze Hosen angezogen habe. Es kann ja auch niemand verlangen, dass ich mich nach vier Stunden Schlaf an so ein Detail erinnere. Lukas, der zum Glück bis auf wenige Ausnahmen immer lange Hosen an hat, betritt also alleine Gebäude, um die Angelegenheit zu klären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich warte. Eine halbe Stunde. Dann kommt Lukas raus, mit den grossen Augen und dem unruhigen Blick, den man bekommt wenn man gerade eine fünftstündige Klausur abgegeben hat, die nicht so gut lief, oder generell wenn man unter mehr Stress gestanden hat als man sollte.&lt;br /&gt;"Caspar, wir sind am A****. Die sagen, wir sind illegal Eingewandert und wollen, dass wir R$ 1000 (EUR 400) Strafe zahlen." Na grossartig, das lief ja überhaupt nicht wie wir uns das vorgestellt hatten. Lukas geht wieder rein und nimmt schonmal meinen Pass mit, damit die Beamten die Anklageschrift vorbereiten können. Ich warte draussen, und rufe alle möglichen Personen an, die uns vielleicht helfen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann habe ich keine Lust mehr zu warten. Wer weiss, was Lukas den Polizisten erzählt in seinem Zustand. Ich verlasse kurz das Polizeigelände, klingele bei einem Nachbarn, erkläre meine Situation ("Das ist nämlich so, ich bin illegal im Land und muss 1000 R$ Strafe zahlen, sonst komme ich ins Gefängnis oder werde deportiert.") und frage ob er mir vielleicht kurz eine lange Hose leihen könnte. Selbstverständlich, wenn du sie klaust weiss die Polizei ja, nach wem sie suchen muss. Ahh, haha, sehr witzig, danke für die Hose. Und ab gehts in die Delegacia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort ist Lukas in einem kleinen Büro, zusammen mit zwei Brasilianern die gerade versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass er ein Dokument unterschreibt, das besagt, dass wir die Strafe anerkennen und innerhalb von fünf Tagen unsere Verteidigungsschrift einreichen. Wir erkennen die Strafe aber nicht an, weil wir versucht haben, uns zu registrieren, was leider anscheinend nicht wie gewünscht funktioniert hat (andere Geschichte). Wir diskutieren zwei Stunden, ob wir das Dokument jetzt unterschreiben müssen oder nicht. Lukas ruft seinen Bruder in Deutschland an, und unsere Organisation dort. Ich rufe Ericke und den Bischof an. Alle sagen, wir sollen um Himmels Willen nichts unterschreiben. Am Ende suchen sich die Beamten dann zwei Zeugen und unterschreiben das Dokument ohne uns, dank der Zeugen aber mit der gleichen Wirkung als hätten wir unterschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen das Gebäude, fahren zurück nach Petrolina. Erschöpft und niedergeschlagen. Keiner von uns hat viel Lust, zu reden. Nachdem wir die Geschichte dem Bischof erzählt haben, sagt uns dieser, er könne nicht viel machen. Würde aber versuchen irgendwo in der Diözese einen Anwalt aufzutreiben, der sich die Sache mal anguckt. Die Organisation in Deutschland sagt, wir hätten uns halt richtig registrieren müssen. Keiner scheint uns grossartig helfen zu können, und wir befürchten das Schlimmste. Niedergeschlagen trennen wir uns, gehen nach Hause. Mit dem Gefühl als sei man so arm dran, dass sich irgendwer um einen kümmern müsste. Mama, Papa, irgendwer. Aber es gibt niemanden, der sich verantwortlich fühlt und niemanden der viel machen könnte. Wir stecken ganz schön tief drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile sieht die ganze Situation weniger dramatisch aus. Wir haben uns einen Anwalt organisiert der mit uns kostenlos das Verteidigungsschreiben aufgesetzt hat. Er kann zwar nichts garantieren aber schätzt unsere Chancen optimistisch ein. Wenn alles gut geht, sind wir nächste Woche aus der Sache heraus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-4175554331233036457?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/4175554331233036457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=4175554331233036457' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/4175554331233036457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/4175554331233036457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/03/haut-die-bullen-platt-wie-stullen.html' title='Haut die Bullen platt wie Stullen'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-308517989001905286</id><published>2008-03-12T03:06:00.001+01:00</published><updated>2008-03-12T03:06:59.226+01:00</updated><title type='text'>Hitler, böse Geister und Finanzprüfer</title><content type='html'>Gestern abend bin ich von Victor, einem neuen Freund, den ich Freitag auf einer Erstsemesterparty kennengelernt habe, zum Pizzaessen mitgenommen worden. Die Pizzaria war ausgesprochen schick und das Essen war lecker. Wir waren sicherlich nicht zufällig ausgerechnet dort zu Gast, da Victor aus sozio-ökonomischer Sicht wohl eher im obersten Fünftel anzuordnen ist. Anwesend waren ausser uns noch ein mit Victor befreundetes Pärchen (er Fotograf, sie angehende Agrar-Ökonomin) und ein Kumpel des Pärchens (Finanzprüfung) der seinem Alkoholpegel nach zu urteilen schon vorher unterwegs gewesen war.&lt;br /&gt;In Anbetracht des Lokals sowie der anwesenden Personen und ihres Gemütszustandes war der Verlauf des Abends relativ klar vorgezeichnet: Entspanntes Essen und ungezwungene aber kultivierte Tischkonversation. Nachdem man sich darüber ausgetauscht hatte, dass irgendjemand, den ich nicht kannte zusammen mit seinem Vater irgendjemand anderen, den ich auch nicht kannte, verklagen wollte, weil letzterer im Einkaufszentrum (wo die Schickeria hingeht, wenn ihr langweilig ist) auf ersteren gezeigt hatte, woraufhin ersterer sich bedroht fühlte, lenkte Victor das Gespräch freundlicherweise zu mir vertrauteren Themen: “Sag mal, Gaspar, ist es bei euch in Deutschland eigentlich verboten, über Hitler zu reden?” Gefundenes Fressen für den Finanzprüfer, der vorher schon allen fünfmal mit verschiedenen Worten erklärt hatte, dass er ja generell ohne seien Anwalt gar nichts sagen würde. “Hitler?! Also ich glaube ja, – tschuldigung Gaspar, meine Meinung – dass Hitler ohne die Unterstützung des deutschen Volkes nie an die Macht gekommen wäre. Also, ich finde schon, – nimms mir bitte nicht übel – dass eigentlich das gesamte deutsche Volk für den zweiten Weltkrieg und die Ermordung der Juden verantwortlich zu machen ist.” Das sei ja eine interessante Sichtweise, sagte ich (mir viel das Wort für abwegig nicht ein); in der Schule in Deutschland befasse man sich sehr intensiv mit dem Thema und dort werde eher der folgende Standpunkt vertreten (und dann erläuterte ich den an deutschen Schulen vertretenen Standpunkt [Dolchstosslegende, Mitläufertum, etc.]). Die deutsche These war dem Finanzprüfer nicht griffig genug. Zu viele Faktoren, keine klaren Schuldzuweisungen nach dem Schwarz-Weiss-Prinzip. Naja, tat er meine Antwort ab, du bist ja auch eigentlich viel zu jung um über sowas zu reden (Er selber ist vielleicht 27). Und wechselte das Thema. Von Hitler ging es ohne grosse Zwischenfälle weiter zu Lampião, je nach dem wen man fragt entweder Lokalheld oder Lokalschurke des Nordostens, danach zu von Psychopaten verübten Gewaltverbrechen, danach zu Geisteskranken an sich.&lt;br /&gt;Zum Thema Geisteskranke hatte ich auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Die biologische Schwester der adoptierten Schwester eines der deutschen Freiwilligen vom Fid-Seminar in Salvador hat nämlich eine Multiple-Persönlichkeits-Störung entwickelt, von der mir der Freiwillige erzählt hatte. Gleichzeitig eine ziemlich interessante und ziemlich schockierende Sache. In einem Satz: Die ärmste glaubte auf einmal, eine andere Person zu sein (klar eigentlich), und zwar sie selbst als sie elf war. Was dann auch hiess, dass sie auf dem Erkenntnisstand der Elfjährigen war (1986), ergo nicht wusste, dass Deutschland wiedervereinigt war oder wer Osama Bin Laden ist. Diese Geschichte erzählte ich also und schloss mit einem Kommentar in die Richtung “und das Schlimmste ist, dass die Krankheit bis heute fast unerforscht ist”. Beeindruktes Schweigen. Dann der fachmännische Kommentar des – wie könnte es anders sein – Finanzprüfers: “Das ist ja krass. Aber ganz klar keine psychologische Störung. Ist doch offensichtlich, dass die ärmste von bösen Geistern besessen ist”. Ich wollte gerade höflich lachen, als mir das ernste Nicken der anderen auffiel. “Stimmt, ich habe da auch mal so eine Geschichte gehört…”. Und so lautschte ich weiteren Geistergeschichten und dachte still mir still, dass dumme Ideen auch im dritten Reich nicht vor Leuten mit Universitätsausbildung halt gemacht haben.&lt;br /&gt;Den Geisterglauben hatte ich schon vorher bei weniger gebildeten Leuten kennengelernt. Vor allem dank Institutionen wie der Universalkriche ist er in diesen Kreisen sogar relativ gewöhnlich. Das Phänomen wurde von einer Brasilianerin mal missbilligend “übertriebene säkularisierung der Europäer” genannt. Da regte sie sich gerade darüber auf, dass in der Schule doch tatsächlich “diese Theorie mit den Affen” gelehrt wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-308517989001905286?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/308517989001905286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=308517989001905286' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/308517989001905286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/308517989001905286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/03/hitler-bse-geister-und-finanzprfer.html' title='Hitler, böse Geister und Finanzprüfer'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-3550135452355043488</id><published>2008-02-29T02:48:00.003+01:00</published><updated>2008-02-29T03:41:36.159+01:00</updated><title type='text'>Kind sein im Projekt Vida Nova</title><content type='html'>Nachdem ich heute meine zweite Arbeitswoche beendet habe, kann ich mit vollstem Vertrauen behaupten, meine neue Stelle um Längen besser zu finden als meine alte. Die Arbeit mit den Kindern ist sehr viel befriedigender - wahrscheinlich, weil es einfacher ist einen Sinn darin zu erkennen. Ich lerne hier im Projekt eigentlich wenig über Brasilien und seine Leute im Speziellen, dafür aber umso mehr über Kinder im Allgemeinen. Und, wie immer, wenn man sich in einer neuen Situation befindet, ein Bisschen über mich selbst. Zum Beispiel wie leicht es ist, die Geduld zu verlieren, trotz besseren Wissens. Oder wie schwer es ist, Kinder zu Ruhe und Frieden zu bringen, trotz guten Willens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kurze Übersicht über die Struktur des Projekts: Vida Nova wurde vor rund zehn Jahren von Karmeliterinnen (einem Schwesternorden) gegründet. Es sollte den Kindern der Gemeinde und des Bairros (José e Maria) ein bisschen Liebe, einen geregelten Tagesablauf und eine Aternative zum Auf-der-Strasse-Herumlungern bieten – Dinge, die sie in ihren Familien nur selten vorfanden. Anfangs wurden ca. 40 Kinder in einem gestifteten Haus beherbergt, unter Bedingungen, die zwar nicht gut, aber hinreichend waren. Vor etwas mehr als einem Jahr ist das Projekt auf das Gelände des Karmeliterordens gezogen, nachdem dort massiv angebaut wurde. Jetzt können bis zu 100 Kinder angemessen versorgt werden.&lt;br /&gt;Die Versorgung sieht folgendermassen aus: Nach oder vor der Schule (in Brasilien gibt es vor- und nachmittags je eine Unterrichtswelle) kommen die Kinder zwischen 5 und 14 ins Projekt. Dort werden sie betreut, beköstigt und können an verschiedenen Angeboten wie Forró-, Capoeira- oder Schachunterricht teilnehmen (letzteren bietet meine Wenigkeit an). Eine der Schwestern sagt immer, sie haben hier die Chance Kinder zu sein, was ich sehr treffend finde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Stichwort “Kind sein” übrigens noch eine faszinierende Beobachtung. Wenn ich mit den Kindern spiele, werde ich selbst in gewisser Weise wieder zum Kind. Egal, ob beim Fussballspielen, beim Pferdekutschespielen oder beim Luftballonzuschlagen; auf einmal machen all diese Sachen wieder viel mehr Spass, als ich erwartet hätte. Es ist, als erinnere sich mein Unterbewusstsein daran, wie ich selbst vor elf oder zwölf Jahren gespielt habe. Alles ist irgendwie aufregend; alle Alltagsprobleme sind wie weggeblasen. Und ich bin nicht der einzige, dem es so geht: Heute waren die neuen Psychologiestudenten im Projekt, als Teil eines Scherzes der älteren Studierenden für die Frischlinge. Alle waren als Clowns verkleidet und hatten Luftballons, Schminke und ähnliches Handwerkszeug mitgebracht um den Kindern den Tag zu versüssen. Was ihnen auch gelungen ist. Neben den glücklichen Kinderaugen, die man überall sah während die Kleinen mit den Clowns/Studenten Reise nach Jerusalem spielten, sich schminken liessen, Fussball spielten, sich herumtragen liessen und für Fotos posierten (für die Kinder immer eine besondere Faszination weil ihre Familien kein Geld für Fotoaparate haben) ist mir aber vor allem ein Bild in Erinnerung geblieben: Das einer Studentin, die – obwohl schon längst kein Kind mehr in der Nähe ist – alleine einen Luftballon in die Luft pritscht; immer und immer wieder, alles um sich herum vergessend, vollkommen in ihr Spiel vertieft. Mit einem versonnen Lächeln und glücklichen Kinderaugen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-3550135452355043488?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/3550135452355043488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=3550135452355043488' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3550135452355043488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3550135452355043488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/kind-sein-im-projekt-vida-nova.html' title='Kind sein im Projekt Vida Nova'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-3509727021976522561</id><published>2008-02-22T03:27:00.002+01:00</published><updated>2008-02-22T04:32:44.066+01:00</updated><title type='text'>Isto aqui é Capoeira, é Capoeira Brasil</title><content type='html'>Capoeira Brasil heisst die Gruppe bei der ich im Moment kampftanze, oder spiele, wie der Capoeirista sagt. Nach halbjähriger Pause habe ich erst vor zwei Wochen wieder angefangen.&lt;br /&gt;Das Training findet in einem Strassenkinderprojekt in einem anderen Bairro der Stadt statt. In Deutschland gehörte ich in meiner Gruppe mit zu den Erfahrensten. Hier bin ich mit einigen vernachlässigbaren Ausnahmen der Schlechteste. Eine etwas frustrierende Erfahrung, aber auch eine riesige Gelegenheit, besser zu werden. Weil ich mir jetzt viele Kniffe und Tricks abgucken kann, auf die ich selber nie gekommen wäre. Weil ich jetzt sehe, wie viel ich noch lernen kann. Und weil ich jetzt eine ganz neue Motivation habe - mich nicht ständig zu blamieren.&lt;br /&gt;Die ersten paar Stunden habe ich mich dann meine Fortschritte auch promt mit Siebenmeilenstiefeln gemacht. Eigentlich klar, ich musste ja erstmal wieder hereinkommen, und habe ich im Prinzip nur an das erinnert, was ich schon wusste. Jetzt geht es langsam damit los, dass ich wirklich dort weiter mache, wo ich in Deutschland nach eineinhalb Jahren Capoeira aufgehört habe. Endlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute habe ich dann nochmal am eigenen Leib erfahren, dass Begeisterung allein nicht ausreicht, um gut zu sein. Diese Woche hat eine andere Gruppe des gleichen "Vereins" in meinem Bairro angefangen Training anzubieten. Das habe ich heute rausgefunden, als ich eine kleine Runde auf der avenida gedreht habe und zufällig die Gruppe fand, die gerade im Begriff war, mit einer Roda anzufangen (alle stellen sich in den Kreis, klatschen und singen; zwei "kämpfen" in der Mitte miteinander).&lt;br /&gt;Ich ging also hin und fragte eine der Schülerinnen, was hier los sei und ob ich mitmachen könne. Könne ich, sagte die Schülerin. Zieh dir blos deine Capoeiraklamotten an und los gehts. Nichts wie nach Hause (ca. 200m), nichts wie zurück, alles klar. Erstmal hinstellen. Klatschen und singen. Beobachten. Einige spielen ganz gut, andere sind nur geringfügig besser als ich. Leider alles Frauen, die nur ein Bisschen besser sind, wenn ich gegen die spielen würde, sähe das feige aus. Den Blickkontakt des Lehrers suchen um zu sehen, ob ich spielen kann. Der Blickkontakt kommt nicht, aber ich gehe trotzdem einfach mal rein - nicht die feine Art, aber kann man machen. In der Mitte mit mir: Ein Typ, ungefähr mein Alter, relativ niedrige Kordel. Das Spiel läuft für mich etwas chaotisch ab, ich brauche erstmal Zeit, um reinzukommen. Der Typ wird schneller. Scheint sauer zu sein. Oh, es stehen ja ganz schön viele Leute am Rand und gucken zu. Dann mach ich mal ne Queixada. Bäm! Der Typ zieht mir das Bein weg. Ich lande auf dem Allerwertesten. Aber so richtig. Das wars fürs erste, wir gehen wieder an den Rand und klatschen. Was der Typ da gemacht hat war zwar nicht die feine Art, aber man kann es machen.&lt;br /&gt;Nach einer gedehnten, schamvollen Pause am Rand nehme ich allen Mut zusammen und gehe wieder rein. Es ist wie beim Reiten - wenn man vom Pferd fällt muss man direkt wieder zurück in den Sattel, die Angst besiegen. Mit von der Partie dieses Mal, eine Frau, mitte zwanzig, hohe Kordel aber gutmütig. Das Spiel läuft wie am Schnürchen: flüssig und kreativ.&lt;br /&gt;Genau jetzt hätte ich raus gehen sollen. Als es am schönsten ist. Bin ich aber nicht, dummerweise, was zu Blamage Nummer zwei führt. Eine schlecht gezielte Armada, meine Ferse mit voller Wucht auf ihren Hinterkopf, sie bricht mit schmerzverzerrtem Gesicht ab, ich wäre am liebsten im Boden versunken. Das wars für heute für mich, ich klatsche nur noch, lasse die Angst Angst sein und den metaphorischen Sattel Sattel.&lt;br /&gt;Nach der Roda, frage ich sie nochmal ob alles o.k. ist. Ist es, sagt sie, es tut schon gar nicht mehr weh (interessant: meine Ferse tut selbst jetzt, während ich schreibe noch weh). Ich unterhalte mich noch ein Bisschen mit den anderen, werde zum nächsten Training eingeladen. Die Leute sind eigentlich ganz nett. Ich gehe werde auf jeden Fall mal vorbeischauen, vielleicht sogar zu dieser Gruppe wechseln (die Zeiten kollidieren mit meiner jetztigen Gruppe).&lt;br /&gt;Zuhause habe ich nochmal eine halbe Stunde Einzeltraining gemacht. Die Blamage hat motiviert. Fünf Monate habe ich hier noch, und wenn ich nach Deutschland fahre, werde ich nicht mehr der Schlechteste sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-3509727021976522561?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/3509727021976522561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=3509727021976522561' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3509727021976522561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3509727021976522561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/isto-aqui-capoeira-capoeira-brasil.html' title='Isto aqui é Capoeira, é Capoeira Brasil'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-5178458125933612077</id><published>2008-02-18T23:13:00.000+01:00</published><updated>2008-02-18T23:15:52.325+01:00</updated><title type='text'>Alltag</title><content type='html'>Heute weiss ich nicht wirklich worüber ich schreiben soll. Deshalb gebe ich einfach mal einen kurzen Ein- und Überblick in meine Alltagsproblemchen und -angelegenheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Arbeit&lt;br /&gt;Morgen geht es los. Ich war heute bei den Schwestern und habe ihnen gesagt, dass ich wieder im Lande bin und endlich loslegen möchte. Ich werde vorraussichtlich drei Tage die Woche von 7:30 bis 6:30 arbeiten. Vorerst soll ich in der Bibliothek die Aufsicht übernehmen - wenn ich einen besseren Überblick über das Projekt mit seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten habe würde ich allerdings gerne etwas anspruchsvolleres machen (das sage ich, ohne zu wissen wie anspruchsvoll die Bibliotheksaufsicht ist - bei den Kindern dort könnte es durchaus anstrengend werden) und etwas mehr Verantwortung übernehmen. Heute klang mal etwas in Richtung Theaterpädagogik an. Was mich zu meinem zweiten Thema bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Theater&lt;br /&gt;Ich habe mir überlegt, dass ich meine verbleibenden fünf Monate (WAS? NUR NOCH FÜNF??!) unter anderem Theaterspielend verbringen möchte.&lt;br /&gt;Erstens hoffe ich, dadurch meine Aussprache verbessern zu können – ich will, das man mich am Ende des Jahres zumindest nicht mehr für einen Ausländer hält, sondern nur noch für einen Ausstaatler (fast jeder Staat hat seinen eigenen Akzent).&lt;br /&gt;Zweitens habe ich am Anfang des Jahres mal an einem Theaterseminar teilgenommen, das mir ziemlich Spass gemacht hat. Deshalb möchte ich mich jetzt nochmal etwas näher mit dem Theater auseinandersetzen. Drittens und letztens ist die Idee Teil der Operation &lt;em&gt;Schluss mit gammeln&lt;/em&gt;, die sich zum Ziel setzt meinen Tag wieder etwas stärker zu strukturieren um mir den Einstieg in ein Leben mit regelmässig wiederkehrenden Verpflichtungen zu erleichtern. Ich muss nämlich zugeben, dass ich mein Vagabundenleben in den vergangenen Monaten durchaus lieb gewonnen habe. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, mir jeden Tag relativ frei – und durchaus sinnvoll – gestalten zu können, dass die drei Tage Arbeit, die regelmässigen Capoeirastunden und die zukünftigen Theaterstunden wie eine ernstzunehmende Bedrohung auf meine Freiheit und mein Privatleben anmuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Geld…&lt;br /&gt;… kam heute unerwarteterweise &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; aus dem Geldautomaten. Ich lebe also die nächsten Tage bei Ericke auf pump und werde dann auf meine Bargeld-Eurovorräte zurückgreifen müssen, bis ich im März wieder liquide bin. Schuld ist das Mobiltelefon, das ich mir neu kaufen musste weil mein altes auf meiner Reise abhanden gekommen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tollwütige Bestie&lt;br /&gt;Der Hund ist glücklicherweise noch nicht gestorben. Er ist in letzter Zeit auffällig wenig auf der Strasse zu sehen. Heute habe ich meine letzte Tollwutimpfung im örtlichen Poste de Saúde bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-5178458125933612077?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/5178458125933612077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=5178458125933612077' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5178458125933612077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5178458125933612077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/alltag.html' title='Alltag'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-5836955232435166018</id><published>2008-02-12T19:30:00.000+01:00</published><updated>2008-02-12T20:11:01.414+01:00</updated><title type='text'>Meu dia-a-dia</title><content type='html'>Ich bin noch keine Woche wieder in Petrolina und habe noch nicht angefangen, in der Creche zu arbeiten. Das liegt daran, das wir erst morgen unser Gespräch mit dem Bischof, Dom Paulo, haben um alles offiziell absegnen zu lassen. Besonders interessant wir die Wohnfrage, Lukas und ich haben bis jetzt noch keinen blassen Schimmer wo wir hin sollen könnten. Wenn es nach mir ginge, würde ich dort bleiben wo ich im Moment bin. Bei Ericke, einem Brasilianer der über die Kirche 2006 - es war doch 2006 oder? - anlässlich des Weltjugendtags in Deutschland war. Ericks Haus hat eine schöne Lage in der Nähe der Creche, ich komme gut mit ihm und seiner Mutter klar und es tut mir gut in einer brasilianischen Familie zu leben. Ich hoffe, Dom Paulo sieht das ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während meiner arbeitslosen Tage weiss ich mich im Moment ganz gut zu beschäftigen. Heute war ich schon beim Posto de Saude, dem staatlichen Gesundheits&lt;em&gt;point&lt;/em&gt;, auf Neudeutsch - oder besser Gesundheitsposten, auf Hochdeutsch - um mich gegen Tollwut impfen zu lassen. Gestern, auf dem Nachhauseweg vom Capoeira, hatte ich nämlich das Vergnügen mit dem Nachbarspudel, der kleinen Dreckskanallie (um noch etwas Niederdeutsch mit reinzubringen). Sieht fromm aus wie ein Lamm, tut so als wenn er sich streicheln lassen will und beisst dann im letzten Moment gnadenlos zu. Gut, dass es nur ein Pudel war und sich die Verletzung deshalb nur auf eine erbsengrosse, blutenden Wunde umgeben von einem 20-Centstückgrossen blauen Fleck beläuft.&lt;br /&gt;Naja, die Frau am Gesundheitsposten hat heute gefragt, ob der Hund jemandem gehöre und man ihn beobachten könne. Ja, könne man, sagte ich, er gehöre dem Nachbarn. In diesem Fall solle ich das Tier beobachten. Wenn es Tollwut hätte, würde es innerhalb von sechs bis zehn Tagen sterben. Das sei ja schön, sagte ich. Das sei es nicht, weil es hiesse, dass ich dann ein paar Tage später auch sterben müsse. Ach so, sagte ich.&lt;br /&gt;Ericke schlug vor, dem Hund, sollte er keine Tollwut haben (wovon auszugehen ist, kann ich Euch beruhigen), am elften Tag eine Glasssplitter-Rindsfrikadelle hinzulegen, um ganz sicher zu gehen, dass er niemandem mehr etwas zu Leide tut. Die Uhr tickt. Zehn Tage noch. Muahahaha.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-5836955232435166018?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/5836955232435166018/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=5836955232435166018' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5836955232435166018'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5836955232435166018'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/meu-dia-dia.html' title='Meu dia-a-dia'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-7839998106434518051</id><published>2008-02-10T19:31:00.000+01:00</published><updated>2008-02-10T21:23:07.743+01:00</updated><title type='text'>Endlich Fotos</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;div&gt;Mittlerweile bin ich wieder seit drei Tagen in Petrolina. Höchste Zeit, wie versprochen in paar Fotos ins Netz zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;A Praia do Forte&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165423463331671874" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69FRbZaL0I/AAAAAAAAAOk/LmTbGGlm5Ho/s200/DSC02944.JPG" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Die "Hauptstrasse" des Dörfchens am Praia do Forte (ca. 50 km von Salvador). Der wohl touristischste Ort den ich soweit in Brasilien gefunden hab. Einmal die Toilette zu benutzen kostete teilweise umgerechnet 2 Euro. Trotzdem ein schönes Örtchen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165423471921606498" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69FR7ZaL2I/AAAAAAAAAO0/rDVYH_tVrrY/s200/DSC02950.JPG" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Der Praia do Forte.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Neben der schönheit seiner Strände auch als Schildkrötenreservat bekannt. Leider haben wir selbst keine frei lebenden gesehen (weil Schildkröten nachtaktiv sind).&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165423480511541106" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69FSbZaL3I/AAAAAAAAAO8/u6eh1IC-afs/s200/DSC02968.JPG" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Das obligatorische Angeberfoto für die Enkelkinder. Im Hintergrund ein Gebäude des Eco Resorts, der vielgerühmten da gelungenen Verbindung von Ökologie und Tourismus. Für jede Palme, die abgeholzt wurde, mussten zwei neue gepflanzt werden. Kostenpunkt: Um die 400 Euro nächtlich.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Lençóis (perto da Chapada Diamantina)&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Lençóis war ursprünglich mal ein kleines Diamantenschürferdörfchen im Inland von Bahia (ca. 7 h von Salvador mit dem Bus). Vor ca. 16 Jahren wurde der maschinelle Diamantenbergbau eingestellt. Aber anstatt in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, verwandelte Lençóis sich in einen Touristenort, der durch seine schöne Natur und viele Pfade zum Wandern besticht. Ein weiteres gelungenes Beispiel für nachhaltigen Tourismus. Ich war dort 3 Übernachtungen lang zusammen mit anderen deutschen Freiwilligen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165439062652891090" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69TdbZaL9I/AAAAAAAAAQI/kVt9DnQZtn4/s200/bild+4.JPG" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das schöne Lençóis. Etwas grösser als St. Cruz, wo ich zu Anfang des Jahres war, dank des Tourismus jedoch weit weniger verschlafen und bedeutend reicher. Das Foto wurde aufgenommen von unserem Frühstückstisch (bei gleichem Ausblick mit umgerechnet 8 Euro pro Nacht bedeutend billiger als das Eco Resort).&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165439097012629506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69TfbZaMAI/AAAAAAAAAQg/Oeh2HWHc3QM/s200/bild+7.JPG" border="0" /&gt; &lt;em&gt;Felix und ich beim Frühstück. Kaffee mit Milchpulver (anstatt echter Milch) und Zucker, Früchten (Honigmelone in meinem Mund), Brötchen, Kuchen, Maniokmehlpfannkuchen. Kein schönes Foto aber es zeigt den Alltag ganz gut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165430472718299010" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69LpbZaL4I/AAAAAAAAAPE/liM2Wc7ePYk/s200/bild+1.JPG" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Eine Art Canyon aus Sandstein durch den wir relativ am Anfang unserer Wanderung gelaufen sind. Die Tour bestand aus zwei Teilen und hat den ganzen Tag gedauert.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165433187137630130" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69OHbZaL7I/AAAAAAAAAP4/MDxlyxLNd9I/s200/bild+2.JPG" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Das Markenzeichen der Chapada Diamantina (so heisst die Umgebung - frei übersetzt etwa Diamantenschlucht): Felsformationen und Wasserfälle. Vor der Wanderung war ich wirklich schon lange nicht mehr an der freien Natur gewesen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165433195727564738" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69OH7ZaL8I/AAAAAAAAAQA/204apV0fPwU/s200/bild+3.JPG" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Unserem Führer Sem (zu Deutsch "nichts", was uns dazu verleitet hat ihm so geistreiche Nahmen wie Sem Sal - ohne Salz in der [charakterlichen] Suppe - oder Sem Tennis - ohne Schuhe, weil er nur in Flipflops rumlief - zu geben) zufolge der grösste natürliche Colasee der Welt. Nachher gab er dann zu, dass das Wasser einfach nur rötlich gefärbt ist wegen seines hohen Eisengehalts. "Wirkt wunder für Haut und Haare", erzählt man den Touristen gerne.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165439075537792994" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69TeLZaL-I/AAAAAAAAAQQ/ZJ-2i_IzMaI/s200/bild+5.JPG" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Unser Ziel für den ersten Teil der Tour. Der Felsvorsprung ist ein Aussichtspunkt von dem aus man das Städchen überblicken kann. Bis dort in sind es etwa 5 km, aber weil man viele Pausen macht um in den Colaseen zu baden und sich unter den Wasserfällen fotografieren zu lassen, dauert die Tour schon einen ganzen Nachmittag.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165439088422694898" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69Te7ZaL_I/AAAAAAAAAQY/TJlbFHVxD78/s200/bild+6.JPG" border="0" /&gt;&lt;em&gt;Der grösste Wasserfall dieser Tour, zu einem relativ schmächtigen Rinnsal verkommen, der globalen Erwärmung sei's gedankt. Wenn man darunter sitzt ist das Wasser trotzdem schon ganz schön hart. Im Bild unsere Wandergruppe: Felix, ich, Sophia, Viola und Lucy, eine mit ihrer Familie aus China emigrierte Australierin, die Felix und ich vom Praia do Forte mit zur Chapada genommen haben, weil sie sich am dritten Tag ihrer auf zwei Jahre ausgelegten Weltreise nocht nicht so selbstständig in Brasilien bewegen konnte. Nutzlose Randbemerkung: Ihr chinesischer Name ist "Lü Schu" (zu deutsch grüner Baum) und "Lü Schu schö fäi hu" heisst "Lucy ist ein faules Stück".&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165442807864373314" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69W3bZaMEI/AAAAAAAAARA/fVttMmEWtgI/s200/Bild+12.JPG" border="0" /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Der Ausblick vom Felsvorsprung den man vorher von weitem gesehen hat. Auch ein Foto für die Enkel.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165442782094569506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69W17ZaMCI/AAAAAAAAAQw/7Q0Ucj041Xo/s200/bild+10.JPG" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Eine kleine Lehmhütte mitten in der Wildness an der sich Reisende mit Proviant versorgen können. Die grünen Kugeln unten im Bild sind Kokusnüsse, in die man ein Loch schlägt um Kokuswasser zu trinken. Hinten an der Theke Felix und Sem. Randbemerkung: In Petrolina gibt es ein Viertel, in dem alle Häuser so aussehen und wo tatsächlich Leute leben. Ich würde ein Beweisfoto machen wenn ich nicht Angst um meine Kamera hätte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165439101307596818" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69TfrZaMBI/AAAAAAAAAQo/aY4IdPsmnxc/s200/bild+9.JPG" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der zweite Teil des Ausflugs: Eine natürliche Rutsche. Auf den ersten Blick etwas huckelig, aber doch erstaunlich schnell und spassig, wenn man selbst rutscht.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165442812159340626" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69W3rZaMFI/AAAAAAAAARI/QqRTOq3oCxw/s200/bild+13.JPG" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Reisealltag: Nach dem Rutschen und Baden ziehen alle wieder ihre Tshirts und Schuhe über und weiter geht es.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5165442790684504114" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69W2bZaMDI/AAAAAAAAAQ4/XZncijYTJVU/s200/bild+11.JPG" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Einige natürliche Becken in der Nähe des Dorfes. Viele Einheimische kommen hier hin um sich zu treffen, zu baden und zu entspannen. Die bunten Tücher, die man von weitem sieht sind keine Handtücher sondern Wäsche, die zum trocknen ausgelegt ist. Wer Geld sparen muss, kommt hier in zum Waschen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So viel fürs erste zu meiner Reise. Da ich jetzt endlich wieder ein Akkuladegerät und somit auch eine funktionierende Kamera habe, werde ich in nächster Zeit öfters Fotos ins Netz stellen. Hoffentlich.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-7839998106434518051?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/7839998106434518051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=7839998106434518051' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/7839998106434518051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/7839998106434518051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/endlich-fotos.html' title='Endlich Fotos'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R69FRbZaL0I/AAAAAAAAAOk/LmTbGGlm5Ho/s72-c/DSC02944.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-4398457133640703006</id><published>2008-02-03T14:02:00.000+01:00</published><updated>2008-02-03T14:07:32.901+01:00</updated><title type='text'>Gleich gehts los</title><content type='html'>Ich sitze gerade im Lan-House in einem Vorort von Salvador in dem andere Freiwillige wohnen. Dort werde ich die naechsten Tage bleiben und von dort auch zum Carnaval gehen.&lt;br /&gt;Die letzten paar Tage war ich auf Reisen in der weiteren Umgebung von Salvador. Zuerst ging es mit Felix (anderer Freiwilliger) zum Praia do Forte, einem sehr schoenen Strand ca. 1 oder 2 Stunden von Salvador entfernt.&lt;br /&gt;Danach sind wir weitergefahren nach Lençóis, einem kleinen aber touristischen Ort der ein Bisschen an St. Cruz erinnert (bis auf das Touristische). Dort haben wir eine ziemlich geile zweitaegige Wanderung in der Wildness gemacht. Fotos von allen Aufenthaltsorten werden bald nachgereicht, jetzt ist gleich meine Zeit um.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-4398457133640703006?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/4398457133640703006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=4398457133640703006' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/4398457133640703006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/4398457133640703006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/02/gleich-gehts-los.html' title='Gleich gehts los'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-2346210016409330981</id><published>2008-01-24T13:40:00.000+01:00</published><updated>2008-01-24T13:58:40.630+01:00</updated><title type='text'>Salvador da Bahia na Baia de Todos os Santos</title><content type='html'>Die für mich schönste Stadt der Welt.&lt;br /&gt;Die Busfahrt dorthin war ziemlich kalt. Nach der Ankunft musste ich mir erstmal die richtige Adresse des Tagungsorts des fid-Semiars organisieren (Kinderspiel dank Google Maps und Skype) und danach mit dem Bus dort hin fahren. Unvergesslicher Moment: Meine zweite Ankunft in der Rodoviária (Busbahnhof) von Salvador. Als ich das erste Mal dort ankam - an meinem ersten Tag in Brasilien, ich war auf durchreise nach Petrolina - kam sie mir ziemlich beängstigend vor. Dreckig, überfüllt, voller Leute die nicht vertrauenswürdig aussahen.&lt;br /&gt;Als das zweite Mal dort ankam, hatte ich einen vollkommen anderen Eindruck: Die Rodoviária war gross, relativ modern, sauber und die Leute dort waren ganz normale brasilianische Reisende. Ich nahm das für mich als Zeichen, wie sehr ich mich schon an Brasilien gewöhnt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das fid-Seminar war super. Eine Woche lang hatte ich zusammen mit 27 anderen Freiwilligen die Gelegenheit, mich über meine Erfahrungen auszutauschen. Besonders interessant war es, zu sehen wie unterschiedlich die Projekte und Erfahrungen der einzelnen Freiwilligen sind, und dass trotzdem irgendwie alle etwas ähnliches durchmachen. Bei den Unterhaltungen mit den anderen Freiwilligen ist mir auch einiges über meine eigene Arbeit in Petrolina klar geworden.&lt;br /&gt;Trotz des straffen Seminarprogramms kam natürlich die Freizeit nicht zu kurz, und wir hatten mehr als einmal die Gelegenheit, uns in der Mittagspause am Strand (200m entfernt) auszuruhen. Unvergesslich war auch der Sandburgenbauwettbewerb, bei dem ich mit meiner Gruppe leider nicht gewonnen habe, aber mir dafür den eindrucksvollsten Sonnenbrand der Gruppe geholt habe - das Foto ist auf der Kamera eines anderen Teilnehmers und wird nachgereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Moment bin ich immer noch in Salvador, zusammen mit vier Freunden, die ich auf dem Seminar kennengelernt habe. Wir haben uns für einen Spitzenpreis ein kleines Appartment mitten im Herz der Altstadt angemietet, umgerechnet für 6,50 Euro die Nacht. Der Aufenthalt auf eigene Faust war auch sehr aufregend, und ich werde später mehr davon berichten. Wahrscheinlich von Julianas Haus aus, denn dort fahre ich heute nachmittag hin. Juliana ist eine Freundin die ich durch AFS in Missouri kennen gelernt habe. Ich habe sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen, insofern wird das Treffen bestimmt interessant.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-2346210016409330981?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/2346210016409330981/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=2346210016409330981' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/2346210016409330981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/2346210016409330981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/01/salvador-da-bahia-na-baia-de-todos-os.html' title='Salvador da Bahia na Baia de Todos os Santos'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-3724073093588465485</id><published>2008-01-10T00:08:00.000+01:00</published><updated>2008-01-10T00:24:02.386+01:00</updated><title type='text'>Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen...</title><content type='html'>... dieser Ansicht war zumindest Goethe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne bin ich gerade dabei, mich zu bilden. Seit dem 3. Januar habe ich das hier in Natal getan, wo ich im Hause meines AFS-USA Kumpels Octávio untergekommen bin. Die Zeit war sehr schoen, sehr ereignissreich und sehr interessant. Leider kann ich sogar tatsaechlich behaupten, etwas gelernt zu haben: Wie es ist, beklaut zu werden (und was man tut um es zu verhindern). Auf einem Fest haben sie mir mein Handy und mein Portemonnaie (wie ist nochmal die deutsche Schreibweise) geklaut. Gluecklicherweise habe ich mittlerweile alles geregelt, schmerzlich zwar, aber ich muss nicht wieder zurueck nach Deutschland oder Aehnliches.&lt;br /&gt;Ansonsten war mein Aufenthalt hier ein ziemlich klassischer Urlaub inklusive Strandbesuchen, Krabben- und Shrimpsessen und anderen Aktivitaeten. Gluecklicherweise wurden genau in der Woche, in der ich hier ankam die Ergebnisse des Vestibulars bekannt gegeben (verdammt schwerer Aufnahmetest fuer die heissbegehrten staatlichen Unis). Die Bekanntgabe ist eine wahnsinnig wichtig fuer die Leute hier, waehrend des ganzen Tages wird ueber nichts anderes geredet. Wer die Pruefung besteht schmeisst traditionellerweise ein kleines Grillfest um zu feiern, dass seine Zukunft nun gesichert ist. Aus diesem Grund mangelte es die ganze Woche ueber nicht an Ausgehgelegenheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen frueh werde ich mit dem Bus 20 Stunden nach Salvador fahren, wo es ein Begleitseminar der Traegerorganisation fid gibt. Ich hoffe nur dass mein Sitznachbar ertraeglich ist...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-3724073093588465485?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/3724073093588465485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=3724073093588465485' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3724073093588465485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3724073093588465485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2008/01/die-beste-bildung-findet-ein-gescheiter.html' title='Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen...'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-227146214821244350</id><published>2007-12-25T16:19:00.000+01:00</published><updated>2007-12-25T17:39:21.647+01:00</updated><title type='text'>Bier und Weihnachtsstollen</title><content type='html'>&lt;div&gt;Gestern habe ich das bislang unweihnachtlichste Weihnachten meines Lebens verlebt, was aber gar nicht so schlimm war wie es sich vielleicht anhoert.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich hatte nichts Grosses organisiert, und verbrachte den Morgen damit, mein erstes portugiesisches Buch zu beenden - "A Bruxa de Portobello" (Die Hexe von Portobell0) von Paulo Coelho.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Gegen Mittag rief dann Junior (sie Bild im letzten Post) an und lud mich ein, mit ihm und seiner Familie den Nachmittag zu verbringen. Wenig spaeter wurde ich also von Junior und Juniors Onkel aus São Paulo mit dem Auto abgeholt (was hier relativer Luxus ist). Ich wurde ungefaehr so vorgestellt:&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Junior: Gaspar, alter, alles Filét?&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Ich: Alles Filét.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Junior: Sauber. Hier ist mein Onkel So-und-so aus São Paulo. Ist der Bruder von Amandas Mutter. Onkel, das hier ist Gaspar aus Deutschland, ein Kumpel von Amanda und Elba.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Ich: Sehr erfreut, alles klar?&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Onkel: Jo. Magste Bier?&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Ich: Jup.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Daraufhin gab er mir dann sein Bier - gute Idee von ihm, weil er auch am Steuer sass - stellte die Musik an. Dann ging es zu gutem aber ausgelutschtem Funk zum Haus von Juniors Verwandten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Damit man sich das Ganze etwas besser vorstellen kann, noch zwei kurze Randbemerkungen:&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;1. Das Auto. Zuerst einmal, Alkohol am Steuer ist hier leider eher die Regel als die Ausnahme. Der Onkel ist insofern also kein schlechter Mensch, sondern einfach Mitglied eines anderen Kulturkreises (was nichts daran aendert, dass das Verhalten dumm und leichtsinnig ist). Das Auto selbst war mit einer "relativ guten" Anlage ausgestattet, was in Brasilien heisst, dass es in etwa so aussah:&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://fotos.visaonet.com.br/albums/userpics/10007/normal_IMG_3372.JPG" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2. Die Musik. Es bietet sich natuerlich wieder Youtube an. Das Lied kann man sich unter folgendem Link anhoeren (Youtube spinnt gerade ein Bisschen, deshalb kann ich das Video nicht direkt einbinden): &lt;a href="http://br.youtube.com/watch?v=vlJ2AZxIOiM&amp;amp;feature=related"&gt;Rap das Armas&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Ganze war also insgesamt nicht sehr weihnachtlich. Im Haus der Verwandten haben wir dann zu Mittag gegessen, mehr Bier getrunken und uns ueber die Guerteltierjagd und Politik unterhalten. Bei letzterem Thema hatte ich das latente Gefuehl besser Bescheid zu wissen als der Onkel (der anfangs davon ueberzeugt war dass Praesident Lula eigentlich nichts fuer dasLand getan hat, nacher hat der dann seine Meinung geandert); dafuer konnte ich aber bei ersterem nur staunend zuhoeren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles in allem habe ich wohl einen ziemlich Landestypischen Weihnachtsnachmittag verlebt, oder zumindest einen fuer meine Region (den Nordosten) typischen, die Mehrheit meiner Freunde hat naemlich das Gleiche gemacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein Weihnachtsabend war im Gegensatz dazu schon etwas deutscher. Ich war von Julia, der anderen Freiwilligen, dazu eingeladen worden mit ihrer Familie die gerade hier in Brasilien zu Besuch ist und den Schwestern (meinen zukuenftigen Chefinnen) zu feiern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich rief also um sieben Uhr ein Mototaxi an, um moeglichst bald im Projekt der Schwestern anzukommen. Kommentar des Mototaxistas: &lt;em&gt;"Jaja, ich fahr dann gleich los."&lt;/em&gt; Mein erster Fehler: nicht zu fragen, was genau "gleich" bedeutet. In diesem Fall waren es wohl ungefaehr 30 Minuten, als ich naemlich nach 20 Minuten erfolglosen Wartens nochmal anrief meinte der Fahrer, er sei so in 10 Minuten da. Nochmal eine halbe Stunde spaeter erklaerte er mir dann als ich nochmal anrief, dass sein Motorrad leider einen Platten habe und er mich nicht mehr holen kommen koenne. Ich schreibe darueber, weil das auch brasilianischer Alltag ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztenendes kam ich gegen halb Neun in der Kirche an, hoerte mir eine halbe Stunde den Gemeindechor an, dem man zuminest Respekt dafuer zollen muss, dass er mit viel Enthusiasmus sang und sich ganz schon schwere Stuecke ausgesucht hatte. Um neun Uhr begann die zweistuendige, der deutsche nicht unaehnliche Weihnachtsmesse, deren Hoehepunkt (oder Tiefpunkt, je nach Blickwinkel) die abgrundtief schlechte erste Predigt eines jungen zukuenftigen Paters war. Zugegeben, beim Thema Weihnachten ist es nicht einfach etwas wirklich neues zu sagen und nicht kitschig zu klingen. Aber dieser Pater griff wirklich auf jede abgenutzte Binsenweisheit zurueck, die es zum Thema gibt; und die quaelend langen Pausen die den Redefluss unterbrachen, trugen auch nicht gerade zum positiven Gesamteindruck der Predigt bei. Die Gemeinde war hin- und hergerissen zwischen Belustigung und Bestuerzung, und viele hielten die Rede nur mit gesenktem Kopf aus - entweder, um nicht zu lachen oder vor peinlicher Beruehrung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach der Messe ging es zurueck ins Projekt, wo dann gemeinsam ein paar Stunden genascht und geredet wurde. Es gab sowohl brasilianische als auch deutsche Leckereien, wobei mein persoenlicher Hoehepunkt ganz klar der von Julias Familie mitgebrachte Stollen war. Zu trinken gab es Sekt und Guaraná. Gegen halb eins wurden die Schwestern dann langsam Muede, und ich bestellte mir ein Mototaxi nach Hause, so dass ich schon gegen ein Uhr im Bett war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders dieser letzte Teil war sehr untypisch fuer brasilianische Jugendliche, wie ich heute erfahren habe. Gerade ist eine SMS von einer Freundin angekommen: &lt;em&gt;"Alter ich bin total KO, habe Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen und einen riesigen Kater. War erst um 7 Uhr morgens wieder zuhause."&lt;/em&gt; Da haette ich mich im Vorhinein etwas besser ueber die brasilianische Tradition informieren sollen. So war mein Weihnachten jedenfalls wenigstens ein Bisschen besinnlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allen, denen ich es noch nicht persoenlich gesagt habe, an dieser Stelle noch frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Vielen Dank, dass Ihr so tapfer bis zum Ende durchgelesen habt.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-227146214821244350?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/227146214821244350/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=227146214821244350' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/227146214821244350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/227146214821244350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/12/bier-und-weihnachtsstollen.html' title='Bier und Weihnachtsstollen'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-741186130153861068</id><published>2007-12-22T15:03:00.000+01:00</published><updated>2007-12-22T15:54:47.644+01:00</updated><title type='text'>Duas fotos e suas histórias</title><content type='html'>Hier einfach nochmal zwei Fotos die ich gerade zur Hand habe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nr. 1:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146798252630862466" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R20Zveqp6oI/AAAAAAAAAOU/2kjy_n4NWWk/s400/gaspar2.jpg" border="0" /&gt; Dies ist das Projekt in dem ich naechstes Jahr arbeiten werde - Vida Nova, eine Kindertagesstaette fuer arme und benachteiligte Kinder. Ich werde dort wahrscheinlich die "Bibliothek" am Laufen halten, soll heissen, dank mir ist dann ueberhaupt jemand da und die Kinder koennen die Spiele und Buecher die dort angeboten werden auch nutzen. Wie genau meine Arbeit dort aussehen wird, kann ich aber noch nicht sagen. &lt;p&gt;Ich war schon ein paar mal dort und habe mir das Projekt angeguckt, bzw. von Julia (andere deutsche Freiwillige) zeigen lassen. Die Kinder waren fuer mein Empfinden sogar erstaunlich ruhig, wobei ich das schlecht vergleichen kann, weil ich den deutschen Kindergarten nur aus Kinderaugen kenne. Es gibt ausserdem auch genug Geschichten, die eher darauf hinweisen, dass sie doch nicht so brav sind, wie es den Anschein hat. Das alles werde ich ja im Februar dann aus erster Hand erfahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Foto ist entstanden, als ich nur einmal kurz im Projekt zu Besuch war, um Julia zu sehen. Es bestand gerade akute Geldknappheit, die ich wegen der etwas komplizierten Ablaeufe zwischen den deutschen und brasilianischen Banken nicht sofort selbst beenden konnte. In solchen Faellen ist es schon extrem nuetzlich deutsche Freunde zu haben - wir halten uns alle gegenseitig fuer Kreditwuerdig und helfen dann gerne mal aus. An jenem Tag waren gerade Schueler einer brasilianischen Schule zu Besuch, die dort an einem Projekt teilnahmen. Die Schueler hatten Digitalkameras dabei, und mit einer von ihnen wurde das Foto geschossen und mir dann freundlicherweise zugeschickt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nr 2:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146801473856334482" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R20cq-qp6pI/AAAAAAAAAOc/O7_Z0nEQmCQ/s400/gaspar.jpg" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Foto entstand, wie der aufmerksame Beobachter schon festgestellt hat, vergangenen Donnerstag. Zu sehen sind neben meiner Wenigkeit Amanda und Junior auf der Formatura von Amandas Schwester Elba. Amanda ist eine gute Freundin aus St. Cruz. Weil ich jetzt nur noch hoechst selten dort bin, und sie schon lange nicht mehr gesehen habe, hat Elba mich zur Formatura, der Abschlussfeier ihrer Uni eingeladen. Junior ist einer der zahllosen Vettern von Amanda und Elba, den ich auf der Formatura kennen gelernt habe, der auch in Petrolina wohnt und mit dem ich mich wahrscheinlich nochmal treffen werde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anstatt wie sonst ueber die grossen Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien zu schreiben, eignet sich dieses Foto hervorragend dazu sich ueber die Dinge bewusst zu werden, die ueberall auf der Welt gleich sind, die fast alle Menschen gemeinsam haben, die die Grenzen von Rasse und Kultur durchbrechen und uns zeigen, dass wir trotz unserer Unterschiede doch irgendwie alle miteinander verbunden sind, die gleichen Hoffnungen haben und die gleichen Aengste. Eines dieser Dinge scheinen Abschlussbaelle zu sein, die wohl auf der ganzen Welt gleich langweilig sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem wir naemlich alle schick hergerichtet (ich mit geliehenem Anzug) aus dem gemieteten Kleinbus stiegen, der die erweiterte Familie zum Ort des Geschehens brachte, sahen wir uns zu meinem Schrecken mit den gleichen zu langen und nichtssagenden Reden von Personen die sich irgendwie fuer den Erfolg der frisch Graduierten verantwortlich fuehlten konfrontiert, die ich schon aus Deutschland kannte. Lehrer bemuehten sich ihren ehemaligen Schuetzlingen, sozusagen als letzte Amtshandlung, noch einen wichtigen Rat mit auf den weiteren Lebensweg zu geben, und rieten ihnen dazu "tagtaeglich fuer ein humaneres Leben und eine kompromisslose Erweiterung des Wissens zur Verbesserung der Welt zu kaempfen". Eine Mission, die sich wohl jeder angehende Geschichtslehrer mit Stolz auf seine Fahne schreibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem zeremoniellen Teil, lockerte und besserte sich die Stimmung dann merklich. Man zog weiter zu einem gemieteten Club in dem dann informell weitergefeiert wurde. Jeder Graduierte hatte einen eigenen Tisch fuer sich und seine Familie, an dem man sich unterhielt und selbst mitgebrachte Speisen und Getraenke verzehrte. Ich hatte die Ehre, mit Elba als Teil einer weiteren Zeremonie Walzer zu tanzen, ansonsten unterhielt ich mich hauptsaechlich mit Junior und Amanda, oder hoerte mir die Geschichten der tatsaechlich existierenden, klischeehaften "Erzaehlonkeln" an. Der informelle Teil war bedeutend besser als der formelle, und die Familie hatte ueberraschend gut-trainiertes Sitzfleisch, sodass wir erst um 5 Uhr morgens schlafen gingen. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-741186130153861068?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/741186130153861068/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=741186130153861068' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/741186130153861068'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/741186130153861068'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/12/duas-fotos-e-suas-histrias.html' title='Duas fotos e suas histórias'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/R20Zveqp6oI/AAAAAAAAAOU/2kjy_n4NWWk/s72-c/gaspar2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-6773142546602317545</id><published>2007-12-11T17:50:00.000+01:00</published><updated>2007-12-11T20:13:14.145+01:00</updated><title type='text'>Advent, advent, die Sonne brennt</title><content type='html'>Und zwar brennt sie viel zu heiss. Es ist schon fast mitte Dezember, aber so richtig Weihnachtsstimmung ist bei mir noch nicht aufgekommen. Ich erwarte auch nicht, dass sie noch kommt: Ohne meine Familie und kaltes Wetter und echte Tannenbaeume funktioniert Weihnachten fuer mich nicht. Im Shopping gibt es zwar nach alter amerikanischer Tradition Weihnachtsmaenner, aber die sehe ich eher als Beispiel dafuer, wie absurd Kulturexport manchmal ist. Hier in Petrolina kann naemlich nicht mal der Weihnachtsmann glaubhaft im dicken roten Mantel rumlaufen (wegen der oben erwaehnten Sonne). Ich werde wahrscheinlich einfach Jonas (der andere Voluntaer) Ratschlag befolgen und Weihnachten dieses Jahr einfach ausfallen lassen. Das ist ja auch mal eine Erfahrung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-6773142546602317545?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/6773142546602317545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=6773142546602317545' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/6773142546602317545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/6773142546602317545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/12/advent-advent-die-sonne-brennt.html' title='Advent, advent, die Sonne brennt'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-5726678288032754154</id><published>2007-10-30T13:58:00.000+01:00</published><updated>2007-10-30T15:03:03.927+01:00</updated><title type='text'>Gaspar em São Paulo</title><content type='html'>&lt;div&gt;Gestern bin ich in São Paulo angekommen, morgen werde ich den Test machen. Ich wurde gerade nochmal ein Bisschen eingeschuechtert weil ich Warwick (einer anderen Uni) geschrieben hatte um sicher zu gehen, dass sie meine Bewerbung auch bekommen haben.&lt;br /&gt;Heute haben sie mir dann geantwortet, dass sie sie in der Tat bekommen haetten, und dass sie aber noch nicht sagen koennten, wann sie eine Entscheidung faellen wuerden, weil der Kurs ja einer der Umkaempftesten ueberhaupt sei. Wahrscheinlich wirds bei keiner der Unis in England was und ich studiere dann BWL in Muenster. Wer weiss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;São Paulo ist jedenfalls verdammt gross. Vom Flugzeug aus konnte man das am beeindruckensten sehen, die Stadt fuellte einfach mal das gesamte Sichtfeld aus.&lt;br /&gt;Nach der Landung sollte ich eigentlich von Margot, der Freundin eines Freundes, abgeholt werden. Als ich mein Gepaeck zusammengesucht hatte und in die Eingangshalle kam, war aber dann niemand da. Ich rief also nochmal bei meinem Freund an, der schon Bescheid wusste, und mir den Weg erklaerte, damit ich alleine zu Margots Haus fahren konnte. Zuerst war mir nicht ganz wohl bei der Sache, São Paulo ist immerhin nach Rio die gefaehrlichste Stadt in ganz Brasilien. Letztendlich war es aber ueberhaupt kein Problem.&lt;br /&gt;Im Bus vom Flughafen zur Metrostation habe ich dann zum ersten Mal eine richtige Favela gesehen, und ich habe fast nicht glauben koennen, was ich da sah. Leider sind wir so schnell daran vorbei gefahren, dass ich kein Foto machen konnte, aber auf dem Rueckweg versuche ich es nochmal. Die Huetten waren alle komplett aus Muell gebaut. Es gab Laeden, Bars und zweistoeckige Haeuser - aus Muell. Ich fuehlte mich ein bisschen ans Mittelalter erinnert, oder halt an die Favelas die man vielleicht schon mal im Fernsehen gesehen hat, aber das ganze in echt ist es noch viel krasser.&lt;br /&gt;Das Viertel in dem ich im Moment wohne ist da ganz anders. Als ich darin herumgeirrt bin weil ich das Haus nicht fand, fuehlte ich mich doch relativ stark an die Sauerlandwanderung erinnert. Margot hat mir dann nachher erklaert, dass das Viertel von Deutschen gegruendet wurde, was absolut nicht zu uebersehen ist. Sogar Gartenzwerge gibt es hier.&lt;br /&gt;Margot ist echt cool. Schon Oma, hat aber immer junge Leute zu Besuch, sitzt am Computer und benutzt Orkut (das brasilanische StudiVZ) und diskutiert mit mir ueber meine Frauengeschichten. (Die wuerdet ihr jetzt wahrscheinlich auch gerne hoeren, koennt ihr aber nicht - das machen wir vielleicht mal offline, bei einer Caipirinha wenn ich wieder in Deutschland bin.)&lt;br /&gt;Gestern abend waren wir noch kurz im Viertel unterwegs, und haben das fuer São Paulo typische Gericht gegessen: Pizza. Ich habe mich auch erst gewundert und angemerkt, dass Pizza im allgemeinen als typisch italienisch gelte. Daraufhin habe ich dann an den Kopf geschmissen gekriegt, dass Pizza eh eigentlich aus Egypten sei und die paulistische Pizza anders ist als die italienische. Ist sie auch ein Bisschen, mit sehr viel Belag (in Kombinationen die es bei uns nicht gibt) und sehr wenig Teig. Die Paulaner sind insgesamt in etwa mit dem Bayern in Deutschland vergleichbar. Nicht nur wegen der Gartenzwerge, sondern auch weil sie sehr viel von ihrem eigenen Staat halten, und sehr wenig von allen anderen Staaten. Rio ist zu gefaehrlich, der Nordosten zu arm und Amazonas zu mueckenverseucht. Der Abend war aber insgesamt sehr nett.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Zum Abschluss gibt es noch ein Foto von mir, wie ich aktuell aussehe. Ich hatte jetzt schon meine Dreads, die sind aber rausgegangen und dann war mir das ganze zu doof. Hier also wieder mein Auslandshaarschnitt, den ich schon in den USA hatte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://images.orkut.com/orkut/albums2/ATgAAAAKXAOyClQxbKVf7oJzxUmhEfzxDyO3JXXkpUfkmVRVE5LJJ-_6LlU1fSfisdRQvTED5yUHcwtkoGcqfDnqxMQiAJtU9VD6NU0aGZggn3MeBRTvqmI_rWPWtg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Das Foto wurde auf dem Konzert von Psirico (einer Pagode-Gruppe) geschossen. Links ich mit Coquetel (Nevada). Rechts irgendein Typ der gerne ein Foto mit den Maedels wollte. In der Mitte Cristieli und Ana Clara, meine Partyfreundinnen. Die beiden sind perfekt zum Ausgehen, weil sie einfach von jeder Party wissen, massenhaft Leute kennen und gescheit feiern koennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt werde ich Englisch lernen, und danach noch mit Margot in die Stadt fahren. Morgen habe ich dann um 9:00 meinen Test, und danach gehts ins Stadtzentrum. Freitag gehts nach Recife, Aninha besuchen. Montag melde ich mich wieder.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-5726678288032754154?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/5726678288032754154/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=5726678288032754154' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5726678288032754154'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5726678288032754154'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/10/gaspar-em-so-paulo.html' title='Gaspar em São Paulo'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-5656741737765774507</id><published>2007-10-24T21:34:00.000+02:00</published><updated>2007-10-24T21:39:46.485+02:00</updated><title type='text'>Erster Zwischenbericht</title><content type='html'>Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag: Mein erster Zwischenbericht, den ich fuer das Marianum Projekt schreiben muss. Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder regelmaessiger schreiben werde, die Idee ist, dass ich jeden Montag einmal kurz von mir hoeren lasse. Kommende Woche wird das schon schwierig, weil ich frueh morgens nach São Paulo fliegen werde, um dort einen Einstellungstest fuer Oxford zu machen. Aber mal sehen, was sich machen laesst.&lt;br /&gt;Hier der Bericht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Erster Zwischenbericht&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Interview mit Caspar Gerleve&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;1. Caspar, du bist jetzt schon drei Monate in Brasilien. Wie und wo hast du deine Zeit verbracht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;“Nachdem ich am 25. August in &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="DE"&gt;Brasilien&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="DE"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;angekommen&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt; bin, habe ich zuerst einen Monat in St. Cruz de Venerada &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="DE"&gt;verbracht&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt; um mich einzuleben; um das Land, seine Kultur und seine Leute &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="DE"&gt;kennenzulernen&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;. Danach bin ich nach Petrolina gewechselt, um dort selbststaendig in einem anderen Projekt zu arbeiten. St. Cruz ist insofern anfangs besser dazu geeignet, als dass die Stadt mit ca. 10.000 Einwohnern sehr ueberschaubar ist. Ich war dort zusammen mit Jona und Lukas, zwei anderen Freiwilligen. Jona hatte seinen Zivildienst schon hinter sich gebracht, und verbrachte einen Monat Urlaub dort in St. Cruz und Lukas war schon zweimal in St. Cruz zu Besuch. Beide hatten schon Brasilienerfahrung, und konnten mir so helfen, wenn es zum Beispiel Verstaendigungsprobleme gab.”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;2. Was hast du in St. Cruz gearbeitet? Was hast du bei deiner Arbeit gelernt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;           &lt;/span&gt;&lt;i style=""&gt;“Ich habe dort mitgeholfen, einen Kindergarten zu bauen. Zusammen mit Lukas und den anderen Bauarbeitern habe ich von 8:30 bis 12:00 Uhr &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;alltaegliche Arbeiten verrichtet wie beispielsweise Streichen, Sand sieben oder Steine schleppen. Es war dabei besonders interessant zu sehen, dass der Arbeitsprozess in Brasilien grundverschieden ist von dem auf deutschen Baustellen. Viele der Arbeiten, die in Deutschland von Maschienen erledigt werden, werden in Brasilien von Hand verrichtet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Auf der Baustelle habe ich neben ein paar handwerklichen Faehigkeiten vor allem gelernt, die Moeglichkeiten und Grenzen der Entwicklungshilfe besser zu verstehen. Es ist eine Sache irgendwo zu lesen, dass es in Brasilien schwieriger ist zu bauen, weil es an Arbeitsgeraet fehlt. Eine ganz andere ist es, selbst einen Vormittag lang auf der Baustelle zu stehen und bei gluehender Hitze Sand zu sieben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Was mir ein Bisschen gefehlt hat, war der Kontakt mit den Menschen. Wir haben uns zwar schon mit den anderen Bauarbeitern unterhalten (so gut es zu dem Zeitpunkt ging), und ihre Lebenswelt ein Stueck weit kennengelernt. Insgesamt sah man aber doch recht wenig vom Alltagsleben der Brasilianer, insbesondere von den Problemen, die zu beseitigen helfen ich gekommen war.”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;3. Womit hast du dich nach der Arbeit beschaeftigt? Was war am schwierigsten zu Bewaeltigen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;i style=""&gt;“Die groesste Herausforderung war mit Sicherheit die Sprache. Obwohl ich in der Schule im Spanisch LK war und auch ausserhalb etwas Kontakt mit Brasilianern und ihrer Sprache hatte, funktionierte die Kommunikation zuerst nur sehr langsam. Nach der Arbeit habe ich mit einem Buch (Ler …. Escrever …. Falar …. Portugues) selbststaendig systematisch nachgelernt, was ich im alltaeglichen Umgang mit den Brasilianern schon aufgeschnappt hatte. Vor allem wenn mehrere Personen am Gespraech beteiligt waren, verlor ich schnell den Faden und began tagzutraeumen; eine Erfahrung, die wahrscheinlich so gut wie jeder Freiwillige macht. In dieser Hinsicht glaube ich, dass es besser fuer &lt;st1:state st="on"&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;mich&lt;/st1:place&gt;&lt;/st1:State&gt; gewesen waere, in einem Projekt getrennt von Lukas und Jona zu arbeiten. Die beiden haben doch relativ lange fuer &lt;st1:state st="on"&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;mich&lt;/st1:place&gt;&lt;/st1:State&gt; eine Uebesetzerrolle eingenommen, weil sie besser Portugiesisch sprachen als ich. Die Brasilianer haben sich dann auch hauefig an die beiden gewendet, wenn sie etwas von mir wissen wollten, weil es einfacher fuer sie war. Wenn ich alleine gewesen waere, haette ich warscheinlich schneller gelernt, weil ich mehr dazu gezwungen gewesen waere Portugiesisch zu sprechen und weil ich oefters die Gelegenheit dazu gehabt haette.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;Wenn ich nicht Portugiesisch gelernt habe, habe ich meine Zeit damit verbracht das Staedtchen und seine Bewohner kennen zu lernen. Da die Brasilianer sehr offen und gastfreundlich sind, ging das auch schnell und problemlos. Trotz meiner Sprachprobleme hatte ich schon nach kurzer Zeit Freunde mit denen ich &lt;st1:state st="on"&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;mich&lt;/st1:place&gt;&lt;/st1:State&gt; nachmittags und abends getroffen habe und mit denen gemeinsam ich das brasilianische Alltagsleben kennengelernt habe. Von einem Ausflug zu einem mehr oder weniger nahe gelegenen See ueber eine Vogeljagd mit Steinschleudern bishin zu untaetigem auf-dem-Bordstein-Sitzen habe ich die verschiedensten Aktivitaeten genossen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Nicht zu vergessen sind ausserdem die brasilianischen Feste, auf denen ich mit viel Blut und Schweiss gelernt habe, Forró zu tanzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;Der enge und vielseitige Kontakt mit den Menschen in St. Cruz hat mir – mehr noch als die Arbeit auf der Baustelle – geholfen, die Mentalitaet der Brasilianer, und dadurch auch die Probleme mit denen sie zu kaempfen haben, zu verstehen. Wenn es um soziale Probleme im Land geht, reden die Brasilianer gerne und oft von den “unterschiedlichen Realitaeten” welche die verschiedenen Bevoelkerungsschichten voneinander trennen. Wenn auch ueberstrapaziert, steckt in diesem Begriff viel Wahres. Am deutlichsten und schmerzlichsten ist mir das bewusst geworden, wenn ich mit meinen Freunden ueber die Zukunft geredet habe. In Deutschland war bei diesem Thema fast immer die Rede von einem interessanten Uni-Studiengang gefolgt von einer vielversprechenden Karriere. In &lt;st1:place st="on"&gt;St.&lt;/st1:place&gt; Cruz hat niemand derartige Absichten, und es waere vermessen, davon zu traeumen. Viele meiner Freunde dort werden wahrscheinlich nicht studieren, einige werden vielleicht nicht einmal die Stadt verlassen – die Bedingungen, in die sie hineingeboren wurden erlauben es nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Auf der anderen Seite ist es ruehrend und faszinierend zu sehen, dass alle Menschen, unabhaengig von Kultur, Ort und Lebensstandart, irgendwie gleich sind. &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;"&gt;Und dass es trotz vielem, das uns trennt noch mehr gibt, was uns verbindet.”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;4. Wie sieht deine Arbeit in Petrolina aus? Inwiefern ist das Leben dort anders als in St. Cruz?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;“In Petrolina arbeite ich in einer der Gemeinden; dort gebe ich Englischunterricht. Nachdem ich von St. Cruz nach Petrolina gezogen bin, habe ich die erste Woche genutzt um an meinen Bewerbungen fuer die Uni zu arbeiten und &lt;st1:state st="on"&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;mich&lt;/st1:place&gt;&lt;/st1:State&gt; zu orientieren. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob und wo ich in Petrolina arbeiten wuerde. Mit Rat und Hilfe einiger Freunde fand ich dann eine Stelle in &lt;st1:street st="on"&gt;&lt;st1:address st="on"&gt;der Gemeinde St.&lt;/st1:address&gt;&lt;/st1:Street&gt; Francisco de Assis unter der Leitung von Padre José Porfírio.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;Dort&lt;/st1:place&gt; sollte ich Englischunterricht geben und den Padre auf seinen Reisen ins Inland begleiten, um “die Realitaet” der Menschen dort kennen zu lernen. Den Englischunterricht habe ich zusammen mit dem Padre und Robson, einem der Jugendlichen der Gemeinde der in der Kirche ziemlich aktiv ist, organisiert. Ich gebe jetzt in vier von sechs Stadtvierteln &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;(Bairros)&lt;i style=""&gt; der Gemeinde einmal die Woche eineinhalb Stunden Unterricht fuer rund 20 Personen. Die Arbeit in- und ausserhalb der Klassenraeume ist vielseitig und herausfordernd. Ich plane die Stunden selber, entwerfe die Arbeitsblaetter, die ich dort austeile und stelle Vokabellisten zusammen. Ausserdem gibt es Aussrpachestunden, die hier bitter noetig sind, und Sonderstunden, in denen wir beispielsweise englische Liedtexte uebersetzen, einueben und singen. Bei der Arbeit innerhalb der Klassenraeume lerne ich, die Aufmerksamkeit der Klasse zu gewinnen und zu halten (was in Brasilien ein echtes Stueck Arbeit ist und mich schon dazu gezwungen hat, erwachsene und gestandene Frauen auseinander zu setzen, weil sie zu viel redeten), Aufgaben zu verteilen und klare Instruktionen zu geben, meine Schueler zur Arbeit anzuleiten und zu ueberwachen und an mich auf mehrere Sachen gleichzeitig zu konzentrieren. Letzteres ist fuer mich am schwierigsten, und ich gerate immer noch unter Stress wenn viele Leute zur selben Zeit etwas von mir wollen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;Die Arbeit im Inland gaenzlich anders, aber genau so spannend. Waehrend der Reisen helfe ich dem Padre die Messen zu feiern, und begleite ihn, wenn er die Bewohner besucht und mit ihnen ueber ihre Probleme spricht. Der Unterschied zwischen Deutschland und Petrolina ist schon gross, doch der Unterschied zwischen Deutschland und den Gemeinden die wie dort besuchen ist unermesslich. Ohne die Landschaft dort selbst gesehen zu haben haette ich nicht verstanden was die Leute meinen, wenn sie von der gaehnenden Leere und der alles beherrschenden Trockenheit reden, die einen dort erwarten. Und nie zuvor habe ich so deutlich erfahren, wie stark die Umgebung und die Natur die Menschen beeinflussen, die in ihr leben. Der Sertão, das Hinterland und seine Bewohner sind ein weiteres wichtiges Puzzlestueck in meinem Verstaendnismosaik Brasiliens.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;Abseits der Arbeit ist das Leben in Petrolina viel schneller und ereignisreicher als das in St. Cruz. Es gibt hier mannigfaltige Moeglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Ich versuche, von allen Bereichen etwas mitzunehmen. Das Spektrum meiner Unternehmungen reicht von Museumsbesuchen bis zu Technokonzerten und vom Empfangsabend zur Einweihung des neuen Rathauses zum Abendessen bei einer befreundeten Familie in der Nachbarschaft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Auch hier erlebe ich, dass das soziale Spektrum innherhalb der Stadt sehr breit gefaechert ist. Die Unterschiede zwischen privaten und oeffentlichen Gymnasien sind zum Beispiel himmelweit, genau wie das Leben der Bettlerjungen, mit denen ich &lt;st1:state st="on"&gt;mich&lt;/st1:State&gt; angefreundet habe im Vergleich zur befreundeten Familie die &lt;st1:state st="on"&gt;&lt;st1:place st="on"&gt;mich&lt;/st1:place&gt;&lt;/st1:State&gt; am Wochenende manchmal mit an ihr Haus am See nimmt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;Die taegliche und alltaegliche Begegnung mit Menschen aus den verschiedensten Schichten ist wahrscheinlich die wertvollste Erfahrung, die ich hier in Brasilien machen darf. Auch wenn die Arbeit in der Gemeinde mich vieles lehrt und mir viel ueber die Zustaende im Land zeigt, so tut sie dies doch von ihrem Wesen her zwingendermassen immer aus der Aussenperspektive. Richtiges Kennenlernen und richtige Hilfe sind jedoch nur aus der Innenperspektive moeglich. Die Probleme, und vor allem die Wuensche der Brasilianer lassen sich mit deutschen Augen betrachtet vielleicht analysieren, aber nie verstehen. Verstaendnis erlangt man, indem man wie ein Brasilianer denken, handeln und fuehlen lernt. Und auch wenn durch den Englischunterricht der eine oder andere Brasilianer in der Schule vielleicht bessere Noten schreibt, sind es die mitternaechtlichen Gespraeche ueber das Leben und dessen Sinn, sind es die unvergesslichen Freundschaften die man schliesst und ist es die direkte, ernst gemeinte, echte Begegnung mit den Menschen, der wirklich hilft, wirklich etwas veraendert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 35.4pt;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Trebuchet MS&amp;quot;;" lang="EN-US"&gt;&lt;span style=""&gt;                                                                                  &lt;/span&gt;Caspar Gerleve, 24.10.2007&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-5656741737765774507?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/5656741737765774507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=5656741737765774507' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5656741737765774507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/5656741737765774507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/10/erster-zwischenbericht.html' title='Erster Zwischenbericht'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-3595852063759934470</id><published>2007-09-08T18:21:00.000+02:00</published><updated>2007-09-08T18:32:26.481+02:00</updated><title type='text'>Um pouco de forró...</title><content type='html'>Mir ist heute beim Fruehstuecken wieder eingefallen, dass man im Internet mehr machen kann als Emails und Blogs schreiben. Dank Youtube kann ich euch also jetzt von Brasilien aus zeigen, zu welcher Musik ich mir hier die Beine muede tanze. Den Hueftschwung kriege ich leider noch nicht so hin wie er sein sollte, ich habe den Verdacht, dass uns Deutschen da ein Gelenk fehlt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dem Lied handelt es sich um &lt;em&gt;Gostosão &lt;/em&gt;von &lt;em&gt;Aviões de Forró&lt;/em&gt;. Der Liedtitel heisst so viel wie "Player deluxe" auf Neu- oder "der geilste Typ der Party" etwas umstaendlicher auf Hochdeutsch, und man erzaehlt sich, dass es schon zu den unmoeglichsten Tages- und Nachtzeiten in den Gasse von St. Cruz mit deutschem Akzent gesungen zu hoeren gewesen ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=sjAfVShe8EU"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=sjAfVShe8EU&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-3595852063759934470?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/3595852063759934470/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=3595852063759934470' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3595852063759934470'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3595852063759934470'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/09/um-pouco-de-forr.html' title='Um pouco de forró...'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-8907085732977228964</id><published>2007-09-06T18:18:00.000+02:00</published><updated>2007-09-06T21:36:00.372+02:00</updated><title type='text'>Oi, eu sou Gaspar; moro em Petrolina.</title><content type='html'>... so oder aehnlich werde ich mich ab jetzt vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist mein Monat Einlebezeit im behueteten St. Cruz um und ich bin in ein anderes Projekt umgezogen - Gott (und dem Bischof, der die Entscheidung eigentlich gefaellt hat) sei Dank in Petrolina. Hier werde ich jetzt auch wohl bis mindestens Ende des Jahres bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vollstaendigkeit halber, und weil ich wohl noch genug ueber mein Leben hier in Petrolina schreiben werde, erzaehle ich heute noch ein bisschen von St. Cruz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nachmittage haben wir also sehr entspannt im Fitnessstudio oder mit dem Besuchen von anderen Leuten verbracht. Um 6 Uhr abends gab es normalerweise Abendessen, entweder im Casa Paroquial (das Haus in dem der Padre wohnt), oder bei Familien die fuer uns mitkochten.&lt;br /&gt;Nach dem Abendessen macht man sich nochmal frisch, zieht sich schicke Kleidung an und geht aus. "Ausgehen" bedeutet in St. Cruz, sich mit Freunden in der Bar Severin (Zitat Jona: "Die einzige funktionierende Bar im Dorf") zu treffen, um sich zu unterhalten oder Snooka zu spielen. Abgesehen davon habe ich noch ganz gerne vor dem Haus von Wiely ("Ujelli") und Wiara ("Ujara") gesessen, und mich mit deren Freunden unterhalten. Der Unterschied zur Bar Severin war eigentlich nur, dass es eine andere Clique war. Wiely und ihre juengere Schwester Wiara (geschaetzte 19 und 15) kenne ich nur, weil Wiely die Freundin von Herom ist, der von Anfang an ein guter Freund von mir war. Um nochmal ein bisschen den Unterschied zwischen der deutschen und der brasilianischen Lebenswirklichkeit zu zeigen:&lt;br /&gt;Im Prinzip sitzen wir abends zusammen vorm Haus und unterhalten uns, was in Deutschland wohl genau so waere. Der Unterschied besteht darin, dass hier in Brasilien Mattheus noch mit dabei ist. Mattheus ist jetzt etwa 2 Jahre alt und Wielys Sohn, und wir von der gesamten Gruppe "miterzogen", alle nehmen ihn mal auf den Arm, spielen mit ihm, etc. (ausser mir, weil er vor mir aus irgendeinem Grunde Angst hat, was uebrigens fuer mehrere Kleinkinder hier gilt).&lt;br /&gt;Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Wiely und Herom bald heiraten (ich glaube im Dezember). Ich hab erst gedacht es sei ein Witz als Herom mir davon erzaehlt hat, aber er meint es wirklich ernst. Die meisten Brasilianer finden es zwar ein bisschen frueh (vor allem weil H und W sich noch nicht mal ein Jahr kennen; Mattheus ist auch nicht Heroms genetischer Sohn), aber im allgemeinen regt sich hier niemand grossartig darueber auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausser in der Bar und auf Wielys calçada (Buergersteig vorm Haus) verbringe ich meinen Abend manchmal noch auf einem kleineren Dorfplatz, wo ich mich mit Mikaely (14, eigentlich ganz nett aber etwas durchgedreht) unterhalte. Mikaely kennt (wie jeder im Dorf) eine ganze Menge Geschichten rund um Liebe und Betrug und Freundschaft und Gewalt, die sich alle in St. Cruz oder in dessen Naehe zugetragen haben. Wenn die Unterhaltung laenger dauert (so bis Mitternacht), koennen wir den Strasseneseln und -hunden zugucken, die ab 11 Uhr die Regentschaft ergreifen und sich ueber die Koestlichkeiten hermachen, die die Menschen Tagsueber weggeworfen haben.&lt;br /&gt;Ab und zu gibt es auch mal ein Familiendrama zu sehen, wie zum Beispiel als der Sohn einer "wichitgen" Familie betrunken und schluchzend zu einer der Kneipen rannte um mit den Frauen abzurechnen, mit denen sein Vater schon seit laengerer Zeit seine Mutter betruegt. Kurz darauf kam dann ein Auto angerast, bremste mit quietschenden Reifen; heraus sprang besagte Mutter, wohlgenaehrt und barfuss, rannte schreiend hinter ihrem Sohn hinterher und lies ihn mit drei Mann zurueck ins Auto zerren, welches (wieder mit quietschenden Reifen) hinter der naechsten Ecke verschwand. Zurueck blieben wir und die anderen schweigenden Zuschauer, die durch die Fensterlaeden den Vorgang beobachtet hatten und die am folgenden Morgen ihren Bekannten davon erzaehlen wuerden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-8907085732977228964?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/8907085732977228964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=8907085732977228964' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/8907085732977228964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/8907085732977228964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/09/oi-eu-sou-gaspar-moro-em-petrolina.html' title='Oi, eu sou Gaspar; moro em Petrolina.'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-3374205405450982767</id><published>2007-08-12T00:06:00.000+02:00</published><updated>2007-08-12T00:54:33.432+02:00</updated><title type='text'>Zu Besuch in Petrolina</title><content type='html'>Jetzt bin ich schon seit ueber zwei Wochen in Brasilien; oder besser gesagt erst seit zwei Wochen, denn es fuehlt sich schon viel laenger an.&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich mich ganz gut eingelebt und so etwas wie einen Alltagstrott gefunden. Ein typischer Wochentag sieht bei mir so aus:&lt;br /&gt;Ich stehe gegen halb acht auf, normalerweise nicht durch meinen Wecker geweckt (der auf fuenf vor acht gestellt ist), sondern durch den Hahn der direkt unter meinem Fenster haust und der wohl keine Ahnung von den Mordfantasien hat die mich jedes Mal ueberkommen wenn das Vieh um 3 Uhr nachts anfaengt zu kraehen.&lt;br /&gt;Dann huepfe ich in meine schicken neuen brasilianischen Klamotten (Schnaeppchen: Badeshorts fuer umgerechnet 5 Euro; aermelloses Nylonshirt fuer 2,30) und begebe mich zum Fruehstueck. Das besteht aus Kaffee (stark gezuckert und mit viel Milch; wird in Brasilien nur so getrunken), trockenen Broetchen, leckeren Saft oder Fruchtmilch von Fruechten fuer die es in Deutschland nicht einmal Namen gibt (Acerola, Goyaba) und frisches Obst.&lt;br /&gt;Gegen halb neun geht es dann nach einem Fussmarsch durchs Dorf von ungefaehr 5 Minuten zusammen mit Lukas auf den Bau. Die Arbeiten die ich dort verrichte sind vielfaeltig. Bis jetzt habe ich oft die Zementfugen zwischen den Schieferplatten auf dem Fussboden angemalt (Foto kommt noch), was die absolute Hassarbeit von Lula, unserem Chef und Kumpel ist. Ausserdem habe ich schon Steine und Schieferplatten von A nach B getragen, Sand geschaufelt und Sand gesiebt (um ihn von Unreinheiten zu befreien, damit man mit ihm Zement mischen kann). Insgesamt also relativ einfach Arbeiten, die die Bauarbeiter nicht so gerne machen. Sie muessten sie aber machen, wenn wir nicht waeren - die Aufgaben haben schon einen Sinn.&lt;br /&gt;Um zwoelf Uhr sind wir fertig mit der Arbeit und es gibt Mittagessen: Bis auf ein Mal ist es immer eine Variation von Reis mit Bohnen und etwas Fleisch. Nicht gerade abwechslungsreich, aber lecker.&lt;br /&gt;Nach dem Mittagessen geht es dann unter die Dusche und in die Nachmittagsklamotten. Die Duschen sind hier ausschliesslich kalt, ungefaehr die selbe Temperatur wie die Aussenduschen im alten Freibad, falls sich irgendjemand daran erinnert. Falls nicht, die waren ziemlich kalt. Ich hatte am Anfang eine Art Ritual, um damit fertig zu werden: Dusche an - bis drei zaehlen und drunterstellen. Mittlerweile komme ich eigentlich ganz gut damit zurecht, aber anfangs war es schon eine Umstellung.&lt;br /&gt;Wieder frisch, entspanne ich mich normalerweise ein bisschen in meinem Zimmer und lerne Portugiesisch (danke fuer das Buch, Nicole) bis ich einnicke oder mich jemand besuchen kommt.&lt;br /&gt;Das Phaenomen des Besuchens ist auch komplett anders und in Deutschland unvorstellbar. Hier in St. Cruz haben nur die wenigsten (ich kenne 3) ein Handy. Der Rest sieht in diesem Geraet keinen grossen Nutzen - verstaendlicherweise, St. Cruz ist naemlich eine Autostunde ausserhalb des Empfangbereichs) - oder kann es sich nicht leisten. Haustelefone benutzt auch niemand. Stattdessen besucht man sich einfach gegenseitig zu Hause wenn man gerade Lust dazu hat, meistens um ein bisschen vor dem Haus zu sitzen oder zusammen in der Stadt herumzulaufen, andere zu besuchen und vor deren Haus zu sitzen. Manchmal geht man auch in die Bar um Snooka zu spielen (nicht Billiard, Snooka ist schwieriger), und seit neustem gehen Lukas und ich ins Fittnessstudio der Stadt um zu trainieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze hier mittlerweile seit zwei Stunden vorm Computer, und werde langsam etwas schreibfaul. Den Rest des Tagesablaufs werde ich spaeter beschreiben. Ich habe auch schon daran gedacht mal einen ganzen Tag mit Videos zu begleiten und sie bei Youtube online zu stellen (dazu brauchte ich noch das Kabel der Kamera, Mama und Papa, ihr koennt es ja mit dem Buch schicken).&lt;br /&gt;Ich bin im Moment in Petrolina, und heute abend werden wir zu einem Forró Festa gehen. Forró ist der Musik- und Tanzstil, der hier im Nordosten mit Abstand am populaersten ist. Der Klang sehr froehlich, ich wuerde ihn als Mischung aus schmalztriefendem Pop, Schlagermusik und Samba beschreiben; aber die Texte sind so ungefaehr so versaut wie die von Sido, Buschido und King Orgasmus One in Deutschland.&lt;br /&gt;Morgen geht es wahrscheinlich zurueck nach St. Cruz, und ich kann noch nicht genau sagen, wann ich das naechste Mal Internet habe. Ich denke in ca. zwei wochen werdet ihr mehr von mir hoeren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-3374205405450982767?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/3374205405450982767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=3374205405450982767' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3374205405450982767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/3374205405450982767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/08/zu-besuch-in-petrolina.html' title='Zu Besuch in Petrolina'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-78701139939518560</id><published>2007-07-30T23:04:00.000+02:00</published><updated>2007-07-30T23:18:37.795+02:00</updated><title type='text'>Endlich angekommen...</title><content type='html'>Endlich habe ich auch einen Computer mit Internetanschluss und Zeit gefunden, etwas zu schreiben. Ich muss mich aber aufs Wesentliche beschraenken weil ich aus dem Rathaus schreibe, was gleich zu macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nach 3 Tagen Aufenthalt in Petrolina (grosse, schoene Stadt; Sitz des Bischofs) in St. Cruz angekommen, wo ich den ersten Monat meines Jahres verbringen werde.&lt;br /&gt;Die Stadt ist mit circa 5000 Einwohnern vergleichsweise klein. Verglichen mit deutschen Verhaeltnissen ist sie auch erschreckend arm, aber wenn man erst mal dort lebt, faellt es gar nicht mehr so auf. Das meiste ist halb so schlimm wie man es sich von aussen vielleicht vorstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier in St. Cruz werde ich fuer einen Monat auf einer Baustelle mithelfen, einen Kindergarten fuer arme Kinder zu bauen. Morgen geht ist dort mein erster Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Moment bin ich mit zwei anderen deutschen Freiwilligen hier. Lukas, der das ganze Jahr ueber bleiben wird, und Jona, der schon ein Jahr da war und Ende August wieder nach Deutschland faehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut den Einheimischen hier wird es diese Woche im Computercafé auch endlich Internet geben, dann habe ich mehr Zeit zu schreiben. Fuers erste muss dieser unbefriedigende Mini-Beitrag aber reichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Até mais,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Caspar&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-78701139939518560?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/78701139939518560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=78701139939518560' title='20 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/78701139939518560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/78701139939518560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/07/endlich-angekommen.html' title='Endlich angekommen...'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>20</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-8352005068678499805</id><published>2007-07-20T17:20:00.000+02:00</published><updated>2007-07-20T18:26:42.555+02:00</updated><title type='text'>Planungssicherheit? Nein, danke. Ich will das Abenteuer!</title><content type='html'>Meine Meinung spielt allerdings in diesem Fall gar keine Rolle, weil ich es so oder so bekomme. Wir waren heute Nachmittag friedlich dabei den Keller auszuschöpfen (zum zweiten Mal in drei Wochen), da klingelte plötzlich das Telefon. Am Aparat war die freundliche Frau aus dem Reisebüro, die mir Neuigkeiten aus Brasilien überbrachte. Aber um diese wirklich zu verstehen, muss ich etwas weiter ausholen:&lt;br /&gt;Schon vor längerer Zeit hatte ich ja bei besagtem Reisebüro meinen Flug gebucht. Ich wollte gerne nach Petrolina, die Stadt in der ich auch arbeiten werde. "Kein Problem," sagte die Frau aus dem Reisebüro, und kurze Zeit später bekam ich meine Flugdaten zugesandt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Caspar Gerleve&lt;br /&gt;Abflugdatum: 24. Juli&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verbindungsdetails:&lt;br /&gt;Düsseldorf     -     Zürich                       Dauer: 1:15h&lt;br /&gt;Zürich    -    Sao Paulo                          Dauer: 11:55h&lt;br /&gt;Sao Paulo     -    Salvador                     Dauer: 2:10h&lt;br /&gt;Salvador    -    Petrolina                        Dauer: 2:25h&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte also 17:05h allein für die Flüge unterwegs sein. Dazu wäre natürlich noch die Wartezeit am Flughafen selber gekommen. Das ist zwar ein bisschen lang, aber ich hatte mich schon darauf eingestellt.&lt;br /&gt;Aber heute rief ja die Frau aus dem Reisebüro wieder an. Leider sei die Verbindung von Salvador nach Petrolina gestrichen worden. Die eine Fluggesellschaft (TAM) sei von einer anderen (GAL) aufgekauft worden. Man habe alles versucht, aber von Deutschland aus könne man keine alternative Flugroute buchen, es tue ihr sehr leid. Ich könne aber in Sao Paulo mit der TAM reden und auf mein Beförderungsrecht pochen. Das werde ich dann auch tun, und zwar auf Portugiesisch.&lt;br /&gt;Falls es aus irgendeinem Grund nicht klappen solllte, habe ich aber noch einen Notfallplan. Ich rief meinen petrolinareisenerfahrenen Zivi-Kollegen Lukas an, der mir dann erklärte, dass man auch den Bus nehmen kann. Das dauere sieben Stunden und gehe ganz gut. Irgendwie werde ich also wohl nach Petrolina kommen.&lt;br /&gt;Ich werte das ganze jetzt einfach mal als positives Omen. Von der ersten Sekunde an gibt es etwas zu erleben; das Jahr verspricht spannend zu werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-8352005068678499805?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/8352005068678499805/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=8352005068678499805' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/8352005068678499805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/8352005068678499805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/07/planungssicherheit-nein-danke-ich-will.html' title='Planungssicherheit? Nein, danke. Ich will das Abenteuer!'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-30756650770950679</id><published>2007-07-10T19:26:00.000+02:00</published><updated>2007-07-11T00:16:50.786+02:00</updated><title type='text'>fid-Vorbereitungskurs</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Vorbereitungskurs von fid war großartig. Anstrengend zwar, aber auch wirklich lehrreich und sehr spaßig. Das gesamte Seminar erstreckte sich über zehn Tage. An den ersten beiden Kurstagen konnten wir (26 Teilnehmer und drei Leiter) uns kennenlernen und ein Programm ausarbeiten, welches dann in den folgenden acht Tagen abgearbeitet wurde.&lt;br /&gt;Die Inhalte des Seminars erstreckten sich von typischen "Selbstfindungsspielen" à la "Skizziere dein Leben in Form eines Flusses und zeichne wichtige Stationen ein, die dich geprägt haben" bis zum Vortrag eines Tropenarztes über gefährliche Krankheiten die uns im Ausland erwarten könnten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/RpQCGM5f_LI/AAAAAAAAAKM/9TY56wqgRV4/s1600-h/P1130442blog.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/RpQCGM5f_LI/AAAAAAAAAKM/9TY56wqgRV4/s320/P1130442blog.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5085692184773000370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Referent mit dem bei weitem originellsten "Tafelbild" (Thema: "Begegnung mit Armut")...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dazwischen gab es noch Themen wie "Interkulturelle Kommunikation" und "Der Umgang mit Armut und unsere Rolle als Helfende" oder einen Besuch in einem sozialen Projekt in Köln. Dich wichtigste Lektion, die ich persönlich aus dem Seminar mitgenommen habe ist wahrscheinlich folgende: Im Umgang mit den Menschen im Ausland sollte man im Hinterkopf behalten, dass man durch die Kultur seiner Heimat vorgeprägt, und deshalb automatisch gegenüber der fremden Kultur voreingenommen ist. Mit anderen (überspitzten und grob vereinfachten) Worten: Nur weil wir in Deutschland so pünktlich und fleißig sind, kommen uns alle anderen Menschen zwangsläufig unpünktlich und faul vor.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/RpQA9c5f_KI/AAAAAAAAAKE/vn9bZOn1EHE/s1600-h/P1130443blog.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/RpQA9c5f_KI/AAAAAAAAAKE/vn9bZOn1EHE/s320/P1130443blog.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5085690934937517218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;... und seine Zuhörer. So haben wir einen Großteil unserer Zeit verbracht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Auch und gerade der inoffizielle Teil des Programms hat dazu beigetragen, dass die eineinhalb Wochen ein voller Erfolg wurden. Es lag schon in der Natur der Veranstaltung (Vorbereitung auf ein Jahr im Ausland), dass jeder Teilnehmer ein gewisses Maß an Aufgeschlossenheit mitbrachte. Und da jeder irgendwie das gleiche (nicht: das selbe; danke Cora :D ) Schicksal teilte, hatten wir mehr als genug Gesprächsstoff und von Anfang an einen guten Gruppenzusammenhalt.&lt;br /&gt;Das Abendprogramm war sehr vielfältig: Es gab zum Beispiel einen gemeinsamen Discobesuch bei "Le Petit Prince", einem Raggae/Dancehall-Schuppen mit guter Stimmung und exorbitanten Bierpreisen. An anderen Abenden setzten wir uns einfach mit mitgebrachten Decken, Teelichtern, Bier und einer Gitarre (die keiner richtig spielen konnte) ans Rheinufer und genossen bei einem kühlen Kölsch den Blick auf den Dom. Dann wieder blieben wir einfach zuhause und schauten &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Cidade de Deus&lt;/span&gt; (zu "Deutsch": City of God, ein großartiger Film über eine Favela in Rio der Lust auf mehr macht), spielten Gesellschaftsspiele (vor Allem: Rasende Roboter, ein Spiel, bei dem räumliches Vorstellungsvermögen gefragt ist und das dank der hohen Dichte an Mathe-LKlern ziemlich frustrierend war) oder Gruppenspiele die irgendjemand aus seiner Leitererfahrung kannte (unvergesslich: Das "Werwolfspiel", ein geniales Diskussionsspiel, das uns in einer Nacht bis vier oder fünf Uhr wachgehalten hat). Nicht zu vergessen ist auch der Abschiedsabend, der um halb acht Uhr morgens mit einem Nickerchen unter der Severinbrücke endete.&lt;br /&gt;Insgesamt war das Seminar also eine super Erfahrung bei der ich viel gelernt, viel erlebt und viele nette Leute kennengelernt habe. Und genau jetzt in 14 Tagen sitze ich schon im Flieger auf dem Weg nach Sao Paulo.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-30756650770950679?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/30756650770950679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=30756650770950679' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/30756650770950679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/30756650770950679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/07/der-vorbereitungskurs-von-fid-war.html' title='fid-Vorbereitungskurs'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Agaay-o-JlA/RpQCGM5f_LI/AAAAAAAAAKM/9TY56wqgRV4/s72-c/P1130442blog.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2243669917401327475.post-7619210769875046800</id><published>2007-06-23T13:16:00.000+02:00</published><updated>2007-06-23T13:50:53.184+02:00</updated><title type='text'>Erster Eintrag / First Entry</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Deutsch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich mich schon in 31 Tagen auf den Weg nach Brasilien machen werde und in letzter Zeit schon häufiger gefragt wurde, wie ich mit den Zurückbleibenden Konakt zu halten gedenke, glaube ich, dass heute der richtige Zeitpunkt ist, um mein Brasilien-Blog zu beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann bis jetzt noch nicht all zu viel über meine Reise oder mein Jahr sagen, weil ich selbst noch nicht genau weiß, wo ich hin komme oder was ich machen werde. Diese Frage wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen und Wochen beantworten. Wenigstens mein Abflugtermin steht jedenfalls schon fest: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dienstag, der 24. Juli 2007&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Die Zeit bis dahin werde ich mir versüßen, indem ich schon Portugiesisch lerne, meine Bewerbung für die Unis in England weiter vorbereite und ab dem 27. Juni für 10 Tage nach Köln fahre um mich dort in einem Kurs der Organisation &lt;span style="font-style: italic;"&gt;fid&lt;/span&gt; auf die Zeit im Ausland vorbereiten lasse. Näheres dazu wird sich beizeiten auch auf dieser Seite finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;English&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Since some of you who might be interested in my experiences and adventures in Brazil have yet to learn the beautiful German tongue, I'll do my best to keep this website bilingual. I'm going to start my trip southward in no more than 31 days and I've already been asked a couple of times about how I intend to stay in touch with everyone, so I figured it's about time to set this blog up.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I can't say a whole lot about where I'm going to stay or what I'm going to do there, because I don't know that myself yet. I'm hoping to find out about this soon though. One thing I can tell you already: I'm going to leave Germany on&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Tuesday, 24th of July&lt;/span&gt;.&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Until then I shall spend my time practicing Portuguese and preparing my application for the unis in England. I'll also have a ten-day preparation camp hosted by an organization called &lt;span style="font-style: italic;"&gt;fid&lt;/span&gt; in Cologne starting on June 27th. I'll tell you how it went when I'm back.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2243669917401327475-7619210769875046800?l=capocabana.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://capocabana.blogspot.com/feeds/7619210769875046800/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2243669917401327475&amp;postID=7619210769875046800' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/7619210769875046800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2243669917401327475/posts/default/7619210769875046800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://capocabana.blogspot.com/2007/06/erster-eintrag-first-entry.html' title='Erster Eintrag / First Entry'/><author><name>justanotherblogger</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
